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Irakdebatte im Kongress, ZiB
1, 16.2.2007
Es ist das erste Mal seit
der Invasion vor vier Jahren, dass der Irakkrieg im Kongress in Washington
debattiert wird.
Die Stimmung hat sich voellig gedreht im Land und die neue demokratische
Fuehrung macht aus ihrer Ablehnung des Krieges kein Hehl.
Die Zeit der Blankoscheck fuer die Irakpolitik des Praesidenten ist vorbei.
OT Nancy Pelosi, Parlamentspraesidentin
Das Nein des Repraesentantenhauses zu mehr Truppen bleibt vorlaeufig symbolisch.
OT JOHN BOEHNER, REp.FRAKTIONSFUEHRER
Reine Show, politisches Theater vermutet der republikanische Fraktionschef.
OT GEORGE BUSH
Die Truppen rechnen mit der Unterstuetzung der Politiker in Washington
warnt der Praesident.
Trotzdem wollen diesmal auch zwei Dutzend Republikaner gegen seine Truppenverstaerkung
stimmen.
John Murtha, der bullige Militaerexperte der Demokraten will die Finanzierung
des Krieges an ausreichenden Heimaturlaub und bessere Ausruestung fuer
die Soldaten knuepfen.
Unter den Vorzeichen der wachsenden Antikriegsstimmung im Land will morgen
auch der Senat, das amerikanische Oberhaus, entscheiden.
Selbst wenn die Irak-Resolution des Kongresses nicht bindend ist. Es ist
das erste Mal seit dem Vietnamkrieg vor mehr als 30 Jahren, dass die Abgeordneten
dem Praesidenten in der Mitte von Kampfhandlungen die Gefolgschaft verweigern.
Bei jedem neuen Schritt im Irak muss George Bush nun mit dem Widerstand
des mehrheitlich demokratischen Kongresses rechnen.
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