Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Irakstrategie - Debatte, AJ, 21.11.2006

Waehrend das politische Washington auf den im kommenden Monat faelligen Bericht der Irak-Strategiekommission unter dem Vorstz von Ex-Aussenmininster James Baker wartet, sind parralel dazu auch Experten im Weissen Haus und im Pentagon auf der Suche nach neuen Wegen. Und nn es nach einigen Planern im Pentagon geht, dann koennte der viel diskutierte Abzugplan der USA aus dem Irak paradoxerweise mit einer kurzfristigen Aufstockung des amerikanischen Truppenkontingents beginnen. 20 000 amerikanische Soldaten zusaetzlich zu den bisher im Einsatz stehenden 144 000 sollten helfen vor allem die katastrophale Sicherheitslage in der Hauptstadt Bagdad in den Griff zu bekommen, heisst es in der gutinformierten Washington Post. Danach sollten nicht mehr Kampfaufgaben im Vordergrund stehen, sondern die Ausbildung irakischer Einheiten. Die ist nach einem internen Pruefungsbericht des Militaers bisher jedoch vor bisher vor allem durch das Fehlen geeigneter Uebersetzer schwer beeintraechtigt worden. Viele Ausbildner muessen bei der Ankunft im Irak feststellen, dass die von den amerikanischen Streitkraeften angeheuerten Uebersetzer nicht englisch verstehen. Andere Ausbildner waren nie ganz sicher, ob ihre irakischen Gegenueber wirklich Partner waren oder nicht doch getarnte Terroristen. Einige zoges es daraufhin vor, das sogenannte Training auf ein, zwei Telefonate in der Woche aus dem sicheren Militaerstuetzpunkt zu reduzieren.


 

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