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Iran im Visier, 13.1.2007
Er moechte einem Geruecht
entgegentreten,das seine Kreise zieht, begann Tony Snow, der eloquente
Pressesperecher des Weissen Hauses, gestern sein Briefing. Es sei unrichtig,
dass die USA dabei sind einen militaerischen Angriff auf den Iran oder
Syrien vorzubereiten. Die harten Worte in der Fernsehansprache des Praesidenten
von der Mitte der Woche seien falsch verstanden worden. Auch Verteidigungsminister
Robert Gates beruhigt: wenn Bush davon gesprochen hat, die Hilfe zu unterbinden,
die Terroristen im Irak aus Syrien und dem Iran erhalten, dann seien damit
Aktionen auf irakischem Gebiet gemeint.
Es sind ungewoehnliche Dementis, die typisch sind fuer die gegenwaertige
angespannte Stimmung in Washington.
Aber das Misstrauen bleibt bestehen. Die Medien fragen sich, ob nicht
vielleicht doch mehr hinter eine amerikanischen Angriff gegen ein von
Iranern benuetztes Haus in Kurdistan steckt, als bisher angenommen. Das
Pentagon sagt ja, es habe sich einfach um eine Razzia gehandelt, Konsulat
sei das Gebaeude mit Sicherheit keines gewesen. Aber gleichzeitig wollen
die USA in der naechsten Zeit auch einen zweiten Flugzeugtraeger sowie
ein Batallion Patriot Luftabwehrraketen in den Golf zu schicken.
Eindringlich erinnerte der demokratische Senator Joseph Biden das, dass
Weisse Haus, dass der Praesident nach seiner Lesart keine Genehmigung
des Kongresses hat gegen Syrien oder den Iran vorzugehen.
Dies sei sowieso nicht geplant, beteuerte auch Aussenministerin Condoleeza
Rice vor ihrer Abreise in den Nahen Osten. Aber der Iran wird bei ihren
Besuchen bei Israelis und Paleastinensern, in Aegypten und Saudi Arabien
trotzdem eine wichtige Rolle spielen. Im State Department glaubt man naemlich,
in der Verhinderung iranischer Atomwaffen ein gemeinsames Anliegen gefunden
zu haben, dass Israel ebenso am Herzen liegt wie den prowestlichen arabischen
Staaten. Der Neubeginn eines israelisch-palaestinensischen Verhandlungsprozesses
wuerde helfen den wachsenden iranischen Einfluss in der Region einzudaemmen.
Die Chancen dazu auszuloten ist eines der Vorhaben der Aussenminsterin.
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