Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Iran-USA: Spannungen steigen, ZiB 2, 8.3.2006



Die Internationale Atomenergiebehoerde in Wien hat heute die lange erwartende Entscheidung getroffen und im Streit mit dem Iran den UNO Sicherheitsrat angerufen. Inzwischen waechst der Krieg der Worte zwischen den USA und dem Iran. Die Drohung des Iran, Sanktionen koennten auch die USA teuer zu stehen kommen, wies der Pressesprecher des Weissen Hauses als Provokation zurueck.
Immer deutlicher wird der Iran mit seinem unberechenbaren Praesidenten zur neuen Feindfigur der USA. Das iranische Atomprogramm dient nach amerikanischer Ueberzeugung vor allem militaerischen Zielen, trotz aller Dementis aus Teheran.
Und wieder einmal ist es Vizepraesident Dick Cheney, der die schaerfsten Worte findet.
0,20 DICK CHENEY
US VIZEPRAESIDENT
Atomwaffen in den Haenden des Iran werden wir nie zulassen. Die USA lassen sich auf jeden Fall alle Optionen offen.
Vor dem Kongress spricht der Stellvertretende AUssenminister von der destabilisierenden Rolle des Iran im Irak.
0,37 NICHOLAS BURN
STELLVERTRETENDE AUSSENMINISTER
Schon Montag oder Dienstag naechster Woche kommt das iranische Atomprogramm vor den Sicherheitsrat, glaubt man in Washington.
In einem Dreistufenplan der UNO soll es nach amerikanischer Vorstellung zu aller erst eine Ermahnung des Iran geben, innerhalb von 30 Tagen die Auflagen der Atomenergiebehoerde zu erfuellen.
Erst danach will man gegen den Iran Strafmassnahmen erwaegen, das heikle Thema Sanktionen wuerde erst in einer dritten Phase aktuell werden.
Heute hat Russlands Aussenminister Sergej Lawrow wieder klargemacht. Moskau lehnt militaerische Schritte ab, das sagen auch Deutsche und Briten.
1,20 SERGEJ LAWROW
RUSSISCHER AUSSENMINISTER
Die gemeinsam internationale Front gegen den Iran, um die sich die USA seit langem bemuehen, scheint nach wie vor recht bruechig zu sein.
1,39 STUP LOEW
Wenn die Irankrise vor den UNO Sicherheitsrat kommt, dann ist das eine neue aber immer noch diplomatische Stufe der Auseinandersetzung. Allerdings will die Regierung Bush seit jeher grundsaetzlich nichts ausschliessen, auch militaerische Mittel nicht. Eine Drohgebaerde, die im Augenblick vor allem als politisches Druckmittel gedacht ist, mit der sich Amerika aber deutlich unterscheidet von den Partnern. Denn sowohl die europaieschen Verbuendeten als auch von Russland koennen sich alle nur eine friedliche Loesung des Konflikts vorstellen.

 

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