Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Iranische Nuklearplaene, ZiB 1, 10.4.2007

Die US-Reaktionen auf die iranische Ankuendigung Uran jetzt industriell herzustellen waren auffaellig zurueckhaltend - haben sich die USA abgefunden mit einer zukuenfitgen iranischen Atommacht?
Im Grundsaetzlichen gibt es keine Entwarnung.
Atombomben in den Haenden der Mullahs in Teheran das kann man sich in Washington nach wie vor nicht vorstellen.
Aber in der amerikanischen Iranpolitik sind auffaellige Schwankungen festzustellen.
Noch zu Jahresbeginn, da ware scharfe Drohungen vom Praesidenten zu hoeren.
Die Gefahr eines neuen Krieges stand im Raum.
Jetzt ist die Administration viel vorsichtiger geworden.
Die Regierung sagt, sie setzt ganz darauf, dass die Sanktionen des UNO-Sicherheitsrates greifen.
Die Erklaerung fuer diese Verschiebungen, die liegt weniger im Iran als im Irak, beim Debakel der amerikanischen Irakpolitik.
Amerika ist zur Zeit eine angeschlagene Supermacht. Es gibt keinen einheitlichen Kurs gegenueber dem Iran.
Aber die neokonservativen Hardliner haben sich bisher nicht durchsetzen koennen.
Viele Europaeische Diplomaten hier in Washington sind ueber diese Entwicklung gar nicht ungluecklich, wenn die Option eines militaerischen Schlages etwas in den Hintergrund getreten ist.
Denn das schafft groesseren Spielraum fuer den von den Europaern vertretenen Weg der Verhandlungen kombiniert mit wirtschaftlichem Druck, zumindest von der amerikanischen Seite.

 

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