Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

Fenster schließen
 
  Aktuelle Analysen
   

Irlandkrise, ZiB 1, 22.11.201


Nach langem Zögern hat sich Irland jetzt doch dazu entschlossen, den Euro-Schutzschirm in Anspruch zu nehmen. Bis zu 90 Milliarden Euro werden die Europäische Union und der Internationale Währungsfonds der Grünen Insel zur Verfügung stellen. Die bevorstehenden harten Sparmassnahmen haben jetzt auch zu einer Regierungskrise in Dublin geführt: die irischen Grünen verlangen als kleinere Koalitionspartei baldige Neuwahlen.Die grüne Insel wird durch die Milliardenhilfe der Europäer vom finanziellen Absturz bewahrt. Aber zur Finanzkrise kommt politische Unsicherheit: die strengen Sparpläne, auf denen die EU-Partner bestehen, führen zu ersten Protesten vor dem Regierungssitz in Dublin. Irlands Bürgern stehen bittere Jahre bevor.
NUALA HARMAN
Ich fühle mich echt verraten, die Regierung hätte viel früher handeln müssen.Viel radikaler als geplant wird die Sanierung der maroden Banken jetzt ausfallen, nach den Vorgaben der EU. Erstmals ist der Euro-Schutzschirm aktiviert.
OT PRÖLL
Bis zu 90 Milliarden Euro für Irland, das soll helfen auch die Attacken gegen andere schwächere Eurostaaten abzuwehren. Zu einem Streitpunkt sind die niedrigen irischen Steuern geworden, die ausländische Investoren anlocken. Dem Drängen der EU-Staaten das Land soll seine Steuern erhöhen, widersetzt sich die Regierung. Irlands angeschlagener Premier Brian Cowen feierte heute ungerührt die Eröffnung eines neuen Terminals am Flughafen von Dublin. Nach dem Absprung des grünen Koalitionspartners sind baldige Neuwahlen in Irland wahrscheinlich.


 

nach oben, Fenster schließen

 
  site by Adrian Rossmann