Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Khaled Scheich Mohammed 9/11 Gestaendnis, MoJ, 15.3.2007


Khalid Scheich Mohammed galt als die Nummer drei von Al Kaida. Der gebuertige Pakistaner soll als Chef des sogenannten Militaerischen Komitees fuer weltweite Terroranschlaege zustaendig gewesen sein. Die USA haben ihn seit Jahren als das Hirn der Anschlaege des 11.September 2001 angesehen. Er war der prominenteste Haeftling der in der ganzen Welt verstreuten geheimen CIA Gefaengnisse, und war dort Verhoermethoden ausgesetzt, die ueblicherweise als Folter gelten.
Bei seiner ersten Anhoerung in Guantanamo am vergangenen Wochenende liess Khalid Scheich Mohammed einen amerikanischen Offizier eine Erklaerung verlesen, wonach er sich von A bis Z fuer die Operation des 11.September zustaendig erklaerte. Auch den Anschlag auf die Diskotheken in Bali habe er geplant. Dieses Gestaendnis geht aus einem jetzt vom Pentagon veroeffentlichten zensierten Transkript hervor. Journalisten oder Vertreter von Menschenrechtsorganisationen waren keine zugelassen, anders als bei frueheren aehnlichen Anhoerungen.
Auf Journalistenfragen, ob diese Geheimnistuerei bei den als besonders gefaehrlich eingestugten Gefangene damit zu tun habe, dass man fuerchtete die Folter in den CIA Geheimgefaengnissen koennte zur Sprache kommen, beruft sich das Pentagon auf Erfordernisse der Nationalen Sicherheit.
Auch das Empire State Building in New York, den Sears Tower in Chicago, den Panama Kanal und die Strasse von Hormuz wollte Khalid Scheik Mohammed nach diesen AUssagen angreifen.
In gebrochenem Englisch verglich der Al Kaida Mann dann Osama Bin Laden mit George Washington, dem ersten Praesidenten der USA. Er kaempft, er braucht seine Unabhaengigkeit, so Khalid Scheik Mohammed ueber seinen ehemaligen Chef. Die 3000 Toten der Anschlaege des 11.September bedauere er. Aber in jedem Krieg der Welt sei Toeten die gaengige Sprache, und das bedeute Opfer.
Die Anhoerungen in Guantanamo sollen zur ueber den Status der Gefangenen als sogenannte feindliche Kaempfer entscheiden. Von Menschenrechtsorganisationen wird kritisiert, dass es sich um Scheintribunale handelt, durch die die Rechtlosigkeit der Gefangenen in Guantanamo kaschiert wird.


 

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