Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Klimakonferenz Nachwehen, AJ, 22.12.2009


Die Enttäuschung über Kopenhagen darf unter keinen Umständen zum Stillstand in der Klimapolitik führen, das ist der Konsens der EU-Umweltminister. Immerhin: der Kompromiss von Kopenhagen ermöglicht es weiter zu machen. Das entscheidende Datum für die Europäer ist der 1.Februar, sagt die Umweltministerin des zukünftigen Vorsitzlandes Spanien. Dann müssen die Unterzeichner der Kopenhagener Übereinkunft der UNO ihre Einsparziele melden. Gibt es keine neuerlichen bösen Überraschungen, wäre das ein Zeichen, dass Ende des Jahres bei der nächsten Umweltkonferenz in Mexico City vielleicht doch noch bindende Regeln zu erreichen sein werden. Aber auch eine innereuropäische Diskussion, ob es nicht Zeit ist an den EU-Außengrenzen Strafzölle für Waren aus Ländern einzuheben, die ein sinnvolles Klimaregime ablehnen, wird kaum zu vermeiden sein. Auf die neue Weltordnung, in der China und Indien selbstbewusst ihre wirtschaftlichen Entwicklungsziele vertreten, müssen die Europäer auf jeden Fall mit größerer Schlagkraft und Geschlossenheit reagieren, heisst es im Kreis der Minister. Denn dass die Europäer sich in der Schlussphase der Verhandlungen gegenüber Bremsern wie China und den USA nicht durchsetzen konnten, kann wirklich niemand leugnen.

 

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