Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Kongresswahlen - Demokraten siegen, FJ7,8.11.2006


Wie gross Einschnitt?
Es ist ein ganz tiefer Einschnitt. Man darf nicht vergessen: es ist das erste Mal seit 12 Jahren, dass die Demokrateneit im Repraesentantenhaus haben, seit 1994. Damals hat mit dem Republikaner unter Newt Gingrich diese konservative Revolution begonnen, die zu auch zu eorge Bush gefuehrt. Die Verhaeltnisse sind jetzt andere, aber die politische Landkarte hat sich mit diesem ganz entscheidend veraendert.
Wie die Mehrheitverhaeltnisse im Senat aussehen werden, das weiss man nicht. Aber da ist eine ganze repubulikanische Fuehrungsmannschaft im Kongress ins Out geschickt worden. Die Regierungspartei ist so schwach wie noch nie seit George Bush Praesident ist.
Interessent sind auch die Aenderungen im Lager der Demokraten: da gibt jetzt eine ganze Reihe von neuen demokratischen Abgeordneten, die im religioesen, konservativen Kernland geqwaehlt wurden und die sicher nicht automatisch mit Nancy Pelosi, der zukuneftigen Parlamentspraesidentin ueberseinstimmen.
Wie kann es politische weitergehen
George Bush wird wahrscheinlich die vebrleibenden beiden Jahre seiner Amtszeit was man in den USA lame duck nennt, also eine lahme Ente, die nur sehr wenig bewegen kann.
Diese WEahlen waren ja ein Referendum ueber den Irakkrieg und ganz wesentlich eine Abstimmung ueber George Bush, obwohl er auf keiner Wahlliste gestanden ist. Aber das bestaetigen aller Waehlerbefragungen.
Das schwaecht natuerlich seine Position zuesaetzlich gegenueber einem Kongress, in dem die Demokraten das Sagen haben. Viele erwarten eine blockierte innenpolitische Situation, in der nur wenig beschlossen werden kann.
Bei den Demokraten hat es Diskussione gegeben, ob man in richtung Impeachment gehen soll, das lehnt Nancy Pelosi ab. Aber mit eine ganzen Reihe von fuer die Regierung unangenehmen Untersuchugnskommission zum irakkrieg, zu den geschaeften von Firmen wie Halliburton, wird es sicher geben.
Dann kommt dazu, dass jetzt alle schon beginnen an die Praesidentschaftswahlen 2008 zu denken, da wird ja George Bush keine rolle mehr spielen.
Also sicher ein ziemlich bitterer Tag fuer den Praesidenten.
Folgen fuer Irakpolitik?
Die wird natuerlich weiter im weissen Haus formuliert, der Kongress macht keine Aussenpolitik. Aber die politische Botschaft, an der kann man nicht vorbeigehen im Weissen Haus.
Und der Druck wird groesser werden nach Alternativen zu suchen, auch durchaus gemeinsam mit den Demokraten, die ja natuerlich auch nicht an einer Niederlage im Irak interessiert sind.
In wenigen Wochen Irak Study Group unter James Baker ihren Bericht liefern, was man anders machen koennte, das koennnte der Beginn einer solcehn suchen nach neuen Wegen sein.
Die Frage ist auch, ob Bush bei der bisherigen Mannschaft wird bleiben koenne. Vor der Wahl zwar gesagt, dass Donald Rumsfeld waherend ganzser Amtseit Verteidiungsminsiter bleibt, ober ob das jetzt auch noch so ist, bezweifeln viele.

 

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