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Kongresswahlen-Vortag, ZiB
1, 6.11.2006
Koennen die Republikanischer dank ihrer Wahlkampfmaschinerie doch noch
aufholen? Das ist die grosse Frage Stunden bevor die Wahllokale oeffnen.
Die Umfragen sind widerspruechlich. Manche zeigen, dass der Vorsprung
der Demokraten schrumpft, das macht der Regierungspartei wieder Mut.
Denn eine demokratische Mehrheit im Kongress waere ein politisches Erdbeben
in Washington.
George Bush steht nicht direkt zur Wahl, aber der Praesident muss fuerchten
zur sogenannten lahmen Ente zu werden, wenn die Demokraten siegen.
Der Irakkrieg hat diesen Wahlkampf ueberschattet. Und das Todesurteil
gegen Saddam Hussein wird als seltene Erfolgsmeldung sofort zum Wahlkampfthema.
OT BUSH
OT BARBARA BOXER, DEMOKRAT.SENATORIN
Das Urteil hat Saddam Hussein verdient, antworten die Demokraten aber
am Chaos im Irak aendert das nichts.
In der Endphase des Wahlkampfes geht es vor allem darum, welche Partei
ihre Sympathisanten am besten zu den Urnen bringt.
Ein demokratischer Sieg im Repraesentantenhaus gilt als wahrscheinlich.
Der schwierigere Machtwechsel im Senat, dem amerikanischen Oberhaus, wird
vom Ausgang der Kopf an Kopfrennen in wenigen Bundesstaaten abhaengen.
Protestwahlen in der Mitte der Amtszeit eines Praesidenten sind nicht
ungewoehnlich. Aber diesmal geht es um mehr. Der gesamte bisherige Kurs
der Regierung, im Inneren wie nach Aussen steht auf dem Spiel. Bisher
hatten die Republikaner alle Machtpositionen in Washington in der Hand.
Faellt die Mehrheit im Kongress, dann waere auch der Praesident zu einer
Neuorientierung gezwungen.
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