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Kontroverse um Bush's Antiterrorpolitik,
Abendjournal, 22.3.2004
Dass Condolezza Rice, die
Nationale Sicherheitsberaterin des Praesidenten, hoechstpersoenlich auf
die Anschuldigungen reagiert, zeigt, wie ernst das Weisse Haus die Aeusserungen
Richard Clarks nimmt. Immerhin war der Mann jahrelang der oberste Antitettor-Koordinator
des Weissen Hauses, ein langjaehriger Republikaner, und jetzt greift er
George Bush frontal ein.
Er finde es empoerend, dass Bush den Kampf gegen den Terrorismus zu seinem
zentralen Wahlkampfthema gemacht habe, so Clark.
In Wirklichkeit habe der Praesident den Terrorismus vor dem 11.September
2001 ignoriert, in einer Zeit also, in der man vielleicht noch etwas haette
verhindern koennen.
Vom ersten Tag an habe der Praesident nach Antworten auf die terroristische
Bedrohung gesucht, widerspricht Condolezza Rice. Eine Meinungsverschiedenheit
mit der Strategie des Praesidenten habe Richard Clark nie geaussert, solange
er im Amt war.
Dass nach dem 11.September die Entscheidung fuer den raschen Angriff auf
das Talibanregime in Afghanistan gefallen sei, widerlege die Behauptung
Clarks von der Besessenheit des Weissen Hauses mit dem Irak, so Condolezza
Rice. Im Sinne einer langfristigen Befriedung des Nahen Ostens sei die
Beseitigung des Saddam Hussein-Regimes der richtige naechste Schritt gewesen.
Fuer George Bush kommt die Kontroverse zu einem Zeitpunkt im anlaufenden
Praesidentschaftswahlkampf, an dem die Republikaner versuchen durch massive
Kritik an John Kerry in die Offensive zu kommen. In teuren Fernsehspots
wird der demokratische Herausforderer als wankelmuetiger Ruestungsgegner
dargestellt. Jetzt steht aber wieder die Bilanz des Praesidenten selbst
im Mittelpunkt der Diskussion.
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