Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Koranschaendungen in Guantanamo, ZiB 1, 4.6.2005

In aller Regel wird in Guantanamo das Heilige Buch des Islam mit gebuehrendem Respekt behandelt, sagt das Pentagon. Aber fuenf Mal gab es Schaendungen. berichtet der Kommandant.
INSERT JAY HOOD, GUANTANAMO KOMMANDANT
13 Zwischenfaelle wuerden insgesamt untersucht.
In einem Fall hat ein Soldat den Koran gezielt getreten. Ein anderes Mal habe ein Aufseher unabsichtlich Urin auf einen betenden Haeftling und dessen Koran gespritzt. Der Waerter wurde bestraft.
Die Untersuchung ist nach blutigen Protesten in der islamischen Welt eingeleitet worden. Fuer die Behauptung, der Koran sei von einem Wachter die Toilette heruntergespuehlt worden fand das Militaer keine Beweise.
INSERT JAY HOOD, GUANTANAMO KOMMANDANT
Nicht Soldaten, sondern Haeftlinge haetten das jedoch mehrmals versucht.
Im Pentagon ist man nach wie vor empoert, weil Amnesty International das Lager Guantanamo als Gulag unserer Zeit bezeichnet hat.
INSERT DONALD RUMSFELD, US VERTEIDIGUNGSMINISTER
Im sowjetischen Gulag wurden Millionen festgehalten, das sei ein voellig ungerechtfertigter Vergleich.
Dass die Streitkraefte diese schwere Beschuldigung, in Guantanamo wuerde der Koran geschaendet, so rasch untersucht haben, ist aus Sicht der amerikanischen Regierung der beste Beweis, dass den USA die Menschenrechte unveraendert am Herzen liegen. Bei zehntausenden Untersuchungen sei die Zahl der nachgewiesenen Uebergriffe auch extrem gering. Die weltweite Kritik am rechtlosen Status der Gefangenen in Guantanamo wird nach diesem Bericht wohl trotzdem kaum geringer werden.

 

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