Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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  Aktuelle Analysen
   

Kosovo-Unabhängigkeit und EU, ZiB 1, 18.2.2008

Wie geht EU damit um, dass einige anerkennen und andere nicht?
Man verweist einmal auf die Mehrheitsverhältnisse. 17 der 27 EU-Mitgliedsstaaten werden sehr rasch anerkennen. Das ist doch ein Signal, dass die Europäer bereit sind den Kosovo auf einen Weg zu bringen, der den neuen Staat einmal zu einem vollwertiges Mitglied der internationalen Gemeinschaft zu machen.
Dann erinnert man an all jene Schritte, die trotz dieser Differenzen gemeinsam angegangen werden. Besonders die finanzielle Hilfe und die Unterstützung durch Polizisten, Staatsanwälte und Richter, damit der Kosovo ein Rechtsstaat ist. All das ist wichtig und es ist unbestritten.
Aber dass die EU in dieser symbolisch wichtigen Frage der diplomatischen Anerkennung so tief gespalten ist, wie sich das heute gezeigt hat, das ist doch eine schmerzliche Erkenntnis.
Was bleibt von gemeinsamen Außenpolitik?
Der ganze Vorgang zeigt deutlich, wie begrenzt die Möglichkeiten einer solchen gemeinsamen europäischen Außenpolitik sind. Die Außenminister haben sich heute nach stundenlangen zum Teil sehr harten Verhandlungen ja eigentlich nur darauf geeinigt, dass jeder Mitgliedsstaat frei ist nach eigenem Gutdünken anzuerkennen oder nicht.

 

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