Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Kritik an Flugverbot, ZiB 1, 20.4.2010

Groß Gerald (ORF)
Viele Abgeordnete haben es also nicht geschafft, zur
Parlamentssitzung nach Strasbourg, viele Termine in der EU mussten
abgesagt werden. Raimund Löw in Brüssel, ist das nicht der beste
Beweis für das schlechte Krisenmanagement, von dem die Airlines
sprechen?
Löw Raimund (ORF)
Die Kritik an der großen Vorsicht der europäischen Behörden in
den letzten Tagen, die wird in der EU nur zum Teil akzeptiert. Man
sagt, wie befinden uns nach wie vor in einer außergewöhnlichen
Situation, da muss man am Prinzip festhalten, dass die Sicherheit
der Passagiere Vorrang hat. Aber die Kompetenzen für die
Luftsicherheit in Europa, die liegen bei den Mitgliedsstaaten.
Brüssel kann koordinieren, Brüssel kann informieren, aber die
Entscheidungen treffen die Regierungen der nationalen Staaten in
Europa. Für den europäischen Luftraum bedeutet das, er gleicht
einem riesigen Puzzle, einem riesigen Fleckerlteppich, mit vielen
Entscheidungsträgern, die zu koordinieren nicht einfach ist.
Groß Gerald (ORF)
Alles in allem eine schwierige Situation. Welche Lehren auf
europäischer Ebene wird man denn ziehen?
Löw Raimund (ORF)
Es ist interessant: Die Europäer haben am Boden die Grenzen
weitgehend abgeschafft, in den Lüften, da sind diese alten
Barrieren merkwürdigerweise nach wie vor intakt. Es gibt seit
Jahren die Bemühungen, einen sogenannten einheitlichen
europäischen Luftraum zu schaffen. Da ist man bisher nicht sehr
weit gekommen. Die Europa-Abgeordneten hoffen, dass da jetzt etwas
Druck gemacht wird, vielleicht mit Unterstützung des isländischen
Vulkans.


 

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