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Gipfel der Amerikas, Morgenjournal, 12.1.2004 Es koennte ein stuermisches Treffen werden im mexikanischen Monterrey nur wenige Kilometer zur texanischen Grenze entfernt. Dabei ist Fidel Castro, der unbeugsame Langzeitstaatschef und Diktator aus Kuba, gar nicht dabei, wenn George Bush heute und morgen auf 33 Kollegen aus Lateinamerika trifft. Aber auch mit anderen Regierungen Suedamerikas gibt es immer mehr Reibungsflaechen. Erst am Wochenende hat Venezuelas kampflustiger Staatschef Hugo Chavez die amerikanische Sicherheitsberaterin Condollezza Rice als politische Analphabetin beschimpft, weil die dem Venezuelaner seine Freundschaft zu Fidel Castro vorgeworfen hatte. Er werde die USA in Monterrey auffordern ihre Nase aus venezuelanischen Angelegenheiten herauszuhalten, toent Chavez, dessen Ruecktritt von einer starken buergerliche Volksbewegung verlangt wird. Auch Brasilien, der oekonomische Riese Lateinamerikas, ist in vielen Fragen ueber Kreuz mit dem grossen Bruder im Norden. Die von George Bush ersehnte Freihandelszone mit Lateinamerikakann sich Brasiliens linker Praesident Lula in der von den USA gewuenschten Form nicht vorstellen. Dazu kommt der juengste Streit um Fingerabdruecke bei der Einreise, die Brasilien als Gegenmassnahme jetzt auch fuer amerikanische Staatsbuerger verlangt. Der gesamte sicherheitspolitische Kurs Washingtons rund um den Kampf gegen den Terrorismus stoesst in Lateinamerika auf Skepsis. Immerhin mit dem mexikanischen Gastgeber Vicente Fox versteht sich George Bush gut. Dessen juengste Initiative zur Oeffnung des amerikanischen Arbeitsmarkte fuer illegale Einwanderer, ist in Mexico, der Heimat der meisten Einwanderer, sehr positiv aufgenommen worden.
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