Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Libanonkrieg und USA, ZiB 2, 21.7.2006


Die Hafenstadt Haifa auch heute wieder unter schwerem Beschuss. Selbst nach zehn Tag der israelischer Luftoffensive fordern die Raketen von Hisbollah ihren Tribut.
Im verwuesteten Suedlibanon ruft Israel die Zivilbevoelkerung in Flugblaettern auf, das Gebiet so rasch wie moeglich zu verlassen.
Der Einmarsch israelischer Bodentruppen koennte unmittelbar bevorstehen.
Verzweifelt versuchen diese Menschen zu entkommen, ihre Doerfer sind zur Front geworden.
Die israelische Armee zieht in diesen Stunden schweres Geraet fuer die naechste Runde zusammen.
An der uebernaechsten Runde wird bei den Vereinten Nationen in New York gearbeitet. Eine Internationale Stabilisierungstruppe soll in Zukunft helfen die Grenze zu Israel zu kontrollieren.
INSERT CONDOLEEZA RICE, US AUSSENMINISTERIN
Ein Waffenstillstand waere die falsche Loesung, solange die tieferen Wurzeln der Gewalt nicht beseitigt sind und Terroristen angreifen koennen, wann immer sie wollen, erklaert die Aussenministerin die amerikanische Haltung.
Condoleza Rice wird Sonntag zu ihrer lange angekuendigten Nahostmission aufbrechen. Mitte der Woche soll in Rom dann eine internationale Libanonkonferenz beginnen.
CONDOLEEZA RICE, US AUSSENMINISTERIN
Ich habe kein Interesse an einer Diplomatie, die dem Libanon ebenso wie Israel wieder den Status Quo wie frueher bringt. Das waere ein Fehler. Wir sehen jetzt die Geburtswehen eines neuen Nahen Ostens, auf den muessen wir uns zubewegen.
In den USA war die Unterstuetzung fuer Israel schon lange nicht so stark. Nahezu einstimmg die Solidaritaetsadresse des Kongresses mit dem Juedischen Staat.
Die Regierung Bush sieht in der gegenwaertigen Krise ganz offensichtlich die Chance Hisbollah ein fuer alle Mal auszuschalten und damit auch die Erbfeinde Syrien und Iran zu schwaechen. Dazu gibt man Israel noch ein paar Tage Zeit.
RAIMUND LOEW AUS WASHINGTON
Die amerikanische Regierung sieht die Nahostkrise durch die Brille des Antiterrorkampfes. Als Wurzel des Problems gelten terroristische Organisationen und ihre Sponsoren, Syrien und der Iran. Gegen sie richtet sich auch die neue diplomatische Initiative, mit der die amerikanische Aussenministerin die Krise loesen will. Der israelisch-palaestinensische Konflikt, der aus europaeischer Sicht der Kern des Problems ist, bleibt davon unberuehrt.

 

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