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Lufthansa kauft SN Brussels,
AJ, 22.6.2009
MODERATION
Die Lufthansa ist heute mit ihren ambitiösen Erweiterungsplänen
ein großes Stück weiter gekommen. Die Europäische Kommission
genehmigte die Übernahme der Brussels Airlines. Der Preis ist der
Verzicht auf eine ganze Reihe von Flugrouten, berichtet aus Brüssel
Raimund Löw.
BEITRAG
Start und Landerechte aus der belgischen Hauptstadt Brüssel nach
Frankfurt, München, Hamburg und Zürich wird die Lufthansa der
Konkurrenz zum Kauf anbieten. Nur so kann verhindert werden, dass die
potente deutsche Airline durch den Kauf von Brussels Airlines auf diesen
Strecken ein Monopol erhält, so die Europäische Kommission.
Lufthansa sagt ja und kann das defizitiäre belgische Unternehmen,
das aus der ehemaligen nationalen Luftlinie Sabena hervorgegangen ist,
bis 2011 schrittweise für 250 Millionen Euro übernehmen.
Auch mehrere andere kleinere Luftlinien, wie Swiss International, Britisch
Midlands und die Billigflieger Germanwings und Eurowings von der Lufthansa
gekauft worden.
In zehn Tagen wird in Brüssel auch mit dem Urteil der Europäischen
Kommission über die Lufthansa-Übernahmepläne für die
AUA gerechnet. Die Verhandlungen werden streng geheim hinter verschlossenen
Türen geführt. Aber dass ebenfalls sogenannte Slots, die begehrten
Start und Landerechte verkauft werden müssen, ist so gut wie sicher.
Details wissen auch die betroffenen Regierungen nicht. Der österreichische
Bundeskanzler konnte während des vergangenen EU-Gipfels nur in Erfahrung
bringen, dass der Lufthansa-AUA-Deal in Brüssel grundsätzlich
positiv gesehen wird.
Die Rezession beschleunigt den rapiden Konzentrationsprozess in der europäischen
Luftfahrtindustrie, an dessen Ende wohl nur mehr ganz wenige ganz große
Unternehmen übrig bleiben werden.
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