| |
|
Luftraum langsam offen, ZiB
13, 20.4.2010
Gehrer Stefan (ORF)
In Straßburg ist unser Korrespondent Raimund Löw. Meine Frage
an
Sie, haben die Politiker so ein bisschen das Gefühl, dass man dem
wirtschaftlichen Druck der Fluglinien nachgegeben hat?
Löw Raimund (ORF)
Es ist nach wie vor eine sehr vorsichtige Öffnung, das betonen
alle hier. Große Teile Nordeuropas sind ja nach wie vor
geschlossen. Man sagt, Sicherheit muss nach wie vor Vorrang haben.
Probleme, die in den letzten Tagen, die gibt man absolut zu, aber
die Flugsicherheit liegt ausschließlich in der Kompetenz der
Nationalstaaten. Da hat die Europäische Union keine Kompetenz. Und
vor allem Kommissionspräsident Barroso ist da richtig emotional
geworden heute. Er hat gesagt, es kann doch nicht sein, wenn sich
27 nationale Ministerien und Flugsicherheitsbehörden mit großen
Schwierigkeiten einigen, dass dann die EU, dass dann plötzlich
Brüssel verantwortlich gemacht wird. Wenn es eine Lehre gibt aus
den letzten Tagen, dann ist es die: es gibt einen europäischen
Luftraum, aber eine Luftsicherheitspolitik, die wirklich
europäisch ist, die gibt es noch nicht.
Gehrer Stefan (ORF)
Kritik ist das eine, aber gibt es auch Ideen, wie man es besser
machen kann?
Löw Raimund (ORF)
Alle sagen jetzt, es muss eine bessere Koordination geben. Das
ist der allererste Schritt zwischen den Verkehrsministerien und
zwischen den nationalen Behörden. Dazu wird es in den nächsten
Tagen sicherlich kommen. Und die Kommission überlegt, die, das
Verbot von Subventionen für die Airlines zu lockern, damit die
Betriebe, die in wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind, etwas
gestützt werden können. Es ist also wieder so, dass wenn eine
Branche in Schwierigkeiten ist, dass dann die öffentliche Hand
aufgerufen sein wird auszuhelfen.
nach oben,
Fenster schließen
|