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Massaker in Virginia - Testament
des Killers, MoJ, 19.4.2007
Der Fernsehsender NBC bezeichnet die Botschaft des Amoklaeufers als richtiggehendes
multimediales Manifest. 43 Fotos, 23 Videoclips und ein langer Text mit
Hasstiraden gegen reiche Widersacher erreichten gestern das New Yorker
Hauptquartier des Senders. Der krankhafte Verfolgungswahn des 23 jaehrigen
Studenten kommt klar zum Ausdruck. Ihr hattet Millionen Moeglichkeiten
den heutigen Tag zu vermeiden, aber ihr habt entschieden, mein Blut zu
vergiessen, spricht der Attentaeter in die Kamera. Wen Cho genau meint,
ist nie klar. Ins Eck habt ihr mich gedraengt, setzt er fort, jetzt habe
ich keine andere Wahl. Es war Eure Entscheidung, jetzt klebt Blut an Euren
Haenden, das nie mehr abzuwaschen sein wird. Cho vergleicht sich mit Jesus,
er gibt Hasstiraden gegen die Reichen, mit ihren Mercedesen, ihren Trustfunds
und ihrem hedonistischen Lebensstil vor sich. Immer wieder haelt der 23jaehrige
in Killerpose seine Pistolen in die Kamera.Aus dem Poststempel geht hervor,
dass der Taeter das Paket an NBC in den zwei Stunden zur Post gebracht
hat, die zwischen dem ersten Doppelmord um sieben Uhr frueh und dem Massaker
zwei Stunden spaeter liegen. Das FBI untersucht jetzt das Material, unter
anderem will man wissen, ob es einen Kompllizen gibt, der hinter der Kameras
gestanden ist. Ein derartiges Testament deutet auf jeden Fall darauf hin,
dass Cho seine Tat gut vorbereitet und seit langem geplant hat. Wie jetzt
bekannt wurde war der
schwer depressive Student vor zwei Jahren in psychiatrischer Behandlung.
Ein
Richter bezeichnete ihn als psychisch krank und als Gefahr fuer sich und
seine Umwelt, aber Konsequenzen blieben aus.
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