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Milliardenhilfe für Osteuropa,
ZiB 1, 27.2.2009
Lange wurde darüber gesprochen,
jetzt gibt es erstmals konkrete Zahlen: zwei Europäische Entwicklungsbanken
wollen gemeinsam Milliarden in die von der Krise besonders betroffenen
Staaten Osteuropas stecken. Vor allem die Banken in der Ukraine, Bulgarien
und Rumänien sollen zusätzliches Kapital erhalten. Darunter
befinden sich auch die Töchter zahlreicher österreichischen
Finanzinstitute. Die österreichische Bundesregierung verlangt seit
langem einen Schutzschirm der EU für die osteuropäische Bankenwelt.
Als im vergangenen Herbst in New York die amerikanische Großbank
Lehmann Brothers unterging,
da stand das internationale Finanzsystem vor dem Kollaps.
Jetzt wird die Gefahr, dass eine Bank in Osteuropa zusammenbrechen könnte,
zum allerschlimmsten Alptraum.
An dieser Rechnung könnte Europa zerbrechen, warnt heute der britische
Economist.
Dass es nie soweit kommt, sollen 25 Milliarden Euro Nothilfe für
Osteuropa aus Europäischen Geldern sicherstellen.
INSERT: JEROMIN ZETTELMAYER, EUROPÄISCHE ENTWICKLUNGSBANK
Auch die Staats und Regierungschefs der EU werden sich am Sonntag mit
dem Schutz der osteuropäischen Banken beschäftigen.
Für Österreich ist die verstärkte Hilfe der Europäischen
Institutionen eine gute Nachricht, sind doch die heimischen Bank überdurchschnittlich
stark in Osteuropa engagiert. Ob die jetzt genannten Beträge ausreichen,
wird sich weisen. Denn den wirtschaftlichen Abwärtstrend in Ost und
West zu stoppen, das hat bisher noch niemand geschafft.
BEITRAG
Die Ukraine gilt inzwischen finanzpolitisch so unsicher wie Pakistan.
Die Hälfte der europäischen Familie über dem Abgrund. Um
alle Krisenländer aufzufangen, müsste Europa 350 Milliarden
Euro aufwenden. Aber an einen solchen Totalausfall will niemand glauben.
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