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Milton Friedman
gestorben, NaJ, 16.11.2006
Der langjaehrige Wirtschaftsprofessor an der Universitaet von Chicago
galt lange Zeit als Aussenseiter unter den Nationaloekonomen. Zu radikal
war Vielen sein bedingungsloses Vertrauen in die Kraefte des freien Marktes.
Dass der Staat sich aus so gut wie allen wirtschaftlichen Taetigkeiten
zurueckziehen soll, erschien als realitaetsferne Phantasterei. Doch dann
kam die konservative Revolution mit Ronald Reagan und Margret Thatcher.
Milton Friedman wurde zu dem geistigen Urvater der sogenannten Monetaristischen
Wirtschaftspolitik, die in Privatisierungen, Steuerkuerzungen und moeglichst
wenig Staat das Heil suchte. Das wirtschaftliche Wachstum seither in der
entwickelten Welt gilt seinen Anhaengern als Bestaetigung fuer die Richtigkeit
seiner Theorie.Als einer der einflussreichsten Nationaloekonomen seiner
Zeit erhielt der Sohn ungarischer Einwanderer 1976 den Nobelpreis. Zu
der Zeit gab es aber auch immer mehr Kritik, weil Friedman die ultraliberale
Wirtschaftspolitik lateinamerikanischer Diktatoren unterstuetzte. Seine
konservativen Freunden schockierte Friedman, als er die Forderung nach
maximaler gesellschaftlicher Freiheit auch auf den Bereich der Suchtmittel
ausdehnte und die Legalisierung von Haschisch und anderen verboten Drogen
verlangte. Milton Friedman starb im Alter von 94 Jahren in San Francisco.
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