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Musharraff und Karsai bei
Bush, ZiB 1, 28.9.2006
Praesident Bush versucht zwischen den zerstrittenen verbuendeten Afghanistan
und Pakistan zu vermitteln. Die Praesidenten aus beiden Staaten waren
zu diesem Zweck zum abendlichen Dinner im Weissen Haus geladen. Praesident
Pervez Musharraf aus Pakistan ist auch noch aus einem anderen Grund in
den USA. Er moechte mit seinen Memoiren viel Geld verdienen. Die Koerpersprache
bleibt verraeterisch: Auch nach dem Versoehnungsdinner demonstrieren die
Praesidenten Pakistans und Afghanistans Distanz. Es sind meine persoenlichen
Freunde, sagt Bush.Fuer das bedrohliche Revival der Taliban, die vor fuenf
Jahren gestuerzt wurden, macht Karsai Pakistan verantwortlich. Wir brauche
mehr Zusammenarbeit mit Pakistan, das fordern wir als Freunde. Die Geheimdienste
des Nachbarn gelten traditionell als die grossen Foerderer radikaler Fundamentalisten
in Afghanistan. Pakistans Musharaff will in Amerika vor allem seine Memoiren
verkaufen.In der schraegsten Talkshow des Landes moechte der Moderator
wissen. Wie Bush gegen Osama bin Laden bei Wahlen in Pakistan abschneiden
wuerde. Beide wuerden sie jaemmerlich verlieren, glaubt Musharraf. Im
Weissen Haus stehen dann wieder die ernsteren Fragen des Antiterrorkampfes
auf der Tagesordnung . Auf der Suche nach Verbuendeten ist George Bush
nicht waehlerisch. Dass Buchautor Musharraff als Diktator regiert und
dass seine Militaers Atombomben bauen, das ruft im Weissen Haus nicht
einmal mehr ein Achselzucken hervor. Bei den afghanischen Verbuendeten
wiederum boomt der Opiumanbau. Auch das koennen die USA nur bedauernd
zur Kenntnis nehmen.
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