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Nacktscannerdebatte, ZiB 1,
21.1.2010
Veit Hannelore (ORF)
In Toledo hat unser EU-Korrespondent Raimund Löw die Debatte
mitverfolgt. Die EU-Innenminister waren relativ zurückhaltend um
das Thema Körperscanner - wie schwierig wird es denn da sein, eine
Einigung zu finden?
Löw Raimund (ORF)
Bei den Europäern gehen die Meinungen sichtlich noch auseinander:
Briten, Italiener, vor allem die Niederländer wollen diese
Nacktscanner so rasch wie möglich einführen, andere sind
zurückhaltender. Im Augenblick können alle EU-Staaten selbst
entscheiden, was sie tun. Vielleicht wird man im Endeffekt auch
den Passagieren die Wahl lassen: Entweder man geht durch einen
solchen Nacktscanner, oder man lässt sich persönlich vom Personal,
den Sicherheitsbeamten, abtasten. Die Innenminister warnen: Die
Terrororganisation Al Kaida arbeitet ganz gezielt darauf hin, eine
vollbesetzte Verkehrsmaschine in die Luft zu sprengen - dagegen
muss man sich schützen.
Veit Hannelore (ORF)
Die EU-Innenminister wollen in Zukunft auch Fluggastdaten
sammeln, ähnlich wie in den USA. Wie rasch könnte das denn kommen?
Löw Raimund (ORF)
Fluggastdaten, das sind Telefonnummern, Kreditkartennummern,
Adressen - also all das, was man angibt, wenn man ein Ticket
kauft. Das zentral zu sammeln in der EU, das wäre nur möglich,
wenn das Europaparlament zustimmt, und dort gibt es sehr viele
engagierte Verteidiger des Datenschutzes - dort eine Mehrheit zu
finden, das wird nicht einfach sein. Aber in den USA, da tut man
das seit langem, da gibt es riesige Datenbanken dieser Passagiere
- von Flugpassagieren. Ob das wirklich etwas gebracht hat für die
Sicherheit, das ist allerdings umstritten.
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