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New Orleans - leichte Entspannung,
MoJ, 7.9.2005
Der Wasserspiegel sinkt in
New Orleans. Die Luecken in den Daemmen zum benachbarten Lake Pontchartrain
sind endgueltig gestopft. Die riesige Pumpen haben ihre Arbeit aufgenommen
um das total verschmutze Wasser aus der ueberschwemmten Stadt zurueck
in den See zu befoerdern.
Umweltgefahren fuer den Mississippi und den See selbst geben die Behoerden
zu, aber es gibt keine Alternative.
Der Buergermmeister sagt, erstmals denkt er vorwaerts, es sieht besser
aus.
Der Fernsehsender CNN meldet aus dem Amt des Buergermeisters, dass Kolibakterien
entdeckt wurden - mischen sie sich ins Trinkwasser, kann es zu Seuchen
kommen.
Noch immer versucht man ueber Lautsprecher und durch eine systematische
Durchsuchung von Haeusern und Strassen Ueberlebende zu finden und jene
wegzubringen, die bis jetzt geblieben sind. Waehrend der Buergermeister
aus Angst vor Epidemien nach wie vor auf einer vollstaendige Evakuierung
der Stadt besteht, konnten die Bewohner von Jefferson Parish im Westen
bei Tageslicht zurueck, um zu sehen, was von ihren Haeusern geblieben
ist. FEMA, die Katastrophenhilfeorganisation des Bundes rechnet, dass
sich noch etwa 10 000 Menschen in der Stadt befinden.
Eigene FEMA Einheiten sind dabei die Leichen zu bergen, die noch im Wasser
schwimmen. In den ueberschwemmten Strassen von New Orleans wurden Alligatoren
gesichtet und man fuerchtet, dass von manchen Opfern nicht mehr viel uebrig
ist.
Die Regierung in Washington unternimmt inzwischen alle nur erdenklichen
Anstrengungen, um zu demonstrieren, dass es ihr ernst ist mit der Ankuendigung
der groessten Hilfsaktion in der Geschichte der USA. Der Praesident hat
die Kabinettsitzung ganz unter das Vorzeichen der anhaltenden Rettugnsaktion
gestellt.Eine Untersuchung der Fehler will George Bush selbst in Auftrag
geben, schliesslich sei es wichtig herauszufinden, was man das naechste
Mal besser machen muesse.
Die Verantwortlichkeit der verschiedenen Ebenen der Behoerden, von der
lokalen bis zum Buss, muss klar sein, so Bush.
Im Kongress wurden Untersuchungsausschuesse mit etwas schaerferen Tonene
verbunden:
Wenn unser System so schlecht funktioniert, ohne jeden Feind, fragt die
republikanische Senatorin Susan Collins, wie wird das erst sein, wenn
Terroristen angreifen?
Eine von politischen Mehrheitsverhaeltnissen unabhaengige Untersuchungskommission,
wie zu den Anschlaegen des 11.September, verlangt bisher nur Sentorin
Hillary Clinton.
Nach den 10 Milliarden Dollar Soforthilfe, die der Kongress vor wenigen
Tagen verabschiedet hat, ist jetzt von einer noch viel groesseren Summer
von bis zu 40 Milliarden Dollar die Rede. Die Gouverneurin von Louisiana
sagt auf jeden Fall, ihr Bundesstaat braucht einen Marshallplan, um nach
Katrina wieder auf zu Fuesse zu kommen.
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