Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Nordkorea: Einigung ueber Kompromiss, ZiB 1, 14.2.2007

Warum Zugestaendnisse an Nordkorea und nicht an den Iran?
Die Frage ist dem Praesidenten heute mehrmals gestellt worden.
Und seine Antwort war, dass die USA in beiden Faellen einen multilateralen Weg eingeschlagen haben. Dass das keine amerikanischen Alleingaenge sind.
Bei den Verhandlungen mit Nordkorea hat man ganz prominent China eingebunden, den maechtigen Nachbarn.
Im Fall des Iran indem die USA ueber die Vereinten Nationen gegangen sind, ueber den Sicherheitsrat.
Es bleibt natuerlich immer noch das Gefuehl, dass hier mit zweierlei Mass gemessen wird, weil Nordkorea bereits ueber Atomwaffen verfuegt und waehrend der Iran erst in ein paar Jahren so weit sein wird.
Aber es ist schon bemerkenswert dass George Bush, jetzt an einem derartigen Brennpunkt wieder auf Diplomatie setzt, anders als in der Irakkrise vor ein paar Jahren.
Nordkorea war ja ein ganz prominentes Mitglied der sogenannten Achse des Boesen, gegen die George Bush mit allen Mitteln vorgehen wollte.
Wenn er jetzt mit Nordkorea eine Normalisierung anstrebt, dann zeigt das eine Flexibilitaet, die neu ist fuer diese Administration.
Viele in Europa werden jetzt hoffen, dass es vielleicht doch auch Bewegung in der Iranpolitik geben kann, obwohl da bisher noch die Drohgebaerden ueberwiegen.

 

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