Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Olmert in Washington, ZiB 1, 24.5.2006

Wenn Israels Ministerpraesident als Ehrengast in den amerikanischen Kongress kommt, dann weiss er, er ist bei Freunden.
Nirgends ist die Solidaritaet mit Israel so unerschuetterlich, wie hier.
Fuer einen dauerhaften Frieden brauchen wir einen Partner, der Gewalt ablehnt und das Leben vor den Tod stellt, ruft Ehud Olmert den Abgeordneten zu. Mit Palaestinenserpraesident Abbas wird es Verhandlungen geben, trotz seiner Schwaeche..
Doch falls die scheitern, will Israel die Grenzen zu den Palaestinnern einseitig festlegen.
Ein Plan, den George Bush nach anfaenglichem Zoegern begruesst. Kuehne Ideen sind das, sagt der Praesident, sie koennten zum Frieden fuehren.
Doch die Palaestinenser reagieren enttaeuscht: sie fuerchten vollendete Tatsachen nach Jahrzehnten der Besatzung. Gespraeche mit der Hamasregierung lehnen die USA und Israel unisono ab.
Eindringlich warnt Olmert in Washington vor dem Iranischen Atomprogramm, die Stunde der Wahrheit sei da.
Im Falle eines Angriffs auf Israel, wuerden die USA zu Hilfe kommen, verspricht der Praesident.
Israel, das selbst auch ueber Atomwaffen verfuegt, bleibt fuer die USA der wichtigste strategische Verbuendete in der Region. Noch waehrend der verbleibenden zweieinhalb Jahre die George Bush im Amt ist, will Ehut Olmert den umstrittenen einseitigen Abzugsplan aus der palaestinensischen Westbank umsetzen.

 

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