Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Osteuropainitiative Österreichs umstritten, ZiB 1, 18.2.2009


Österreich ist in der EU lange mit seiner Osteuropainitiative auf Desinteresse gestoßen, ist die Haltung von Finanzkommmissar Almunia ein Zeichen für ein Umdenken?
Das ist die Hoffnung der Österreicher.
Jetzt spürt man einfach die Macht des Faktischen. Die fallenden Währungen in Osteuropa und die neuen Einbrüche an den Börsen mit weitreichenden Auswirkungen.
Und jeder weiß: der einzige wirkliche Faktor der Stabilität ist in dieser Situation der Euro. Die Krise kann nur gemeinsam mit der Europäischen Union abgefangen werden.
Aber Finanzkommissar Almunia sagt auch: genauso wichtig ist, was die betroffenen Länder selbst tun werden.
Dabei meint er auch jene Staaten, in denen die Banken in den letzten Jahren Milliarden verdient haben in Ostereuropa, wie in Österreich.
Da ist noch vieles zu klären, aber einen wichtigen Denkanstoß hat Ö sicher gegeben.
Warum war es so schwer die EU-Staaten für Osteuropa zu interessieren, es kommen doch täglich neue Hiobsbotschaften über die Tiefe der Krise?
Die Österreicher haben je keinen konkreten Plan vorgelegt. Niemand hat ein Papier in der Hand gehabt, auf dem schwarz auf weiß zu lesen war, was sich die Regierung in Wien vorstellt.
Das macht es nicht leicht Bündnispartner zu finden und ohne Bündnispartner kann man gar nicht weiterbringen in der EU.
Auch genau Zahlen gibt es keine. Die Wirtschaftskammer hat von einem Bedarf von 150 Milliarden Euro gesprochen, sie stützt sich dabei auf den Internationalen Währungsfonds.
So viel Geld hat die EU gar nicht. Wiederum: da werden sich die betroffenen Regierungen zusammentun müssen. Vielleicht mit dem Internationalen Währungsfonds und der Europäische Entwicklungsbank.
Das sieht man glaube ich inzwischen in Brüssel ganz ähnlich wie in Wien.


 

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