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Pakistanische
Atomruestung, MoJ, 25.7.2006
Vor einem neuen Ruestungswettlauf auf dem Indischen Subkontinent warnen
Sicherheitsexperten in Washington. Satelittenaufnahmen zeigen, dass in
Pakistan ein neuer Schwerwasserreaktor im Bau ist, der auch Plutonium
fuer Atomwaffen produzieren koennte. Das Weisse Haus hat diese Informationen
bestaetigt.
BEITRAG
Die Vereinigten Staaten sind informiert, versichert der Pressesprecher
des Weissen Hauses, und wir appellieren an Pakistan die neuen Einrichtungen
nicht fuer militaerische Zwecke zu benuetzen. Mehr war in Washington bisher
nicht zu erfahren. Wenn der im Bau befindliche Schwerwasserreaktor fertig
ist, koennte Pakistan jedes Jahr zwischen 40 und 50 neue Atombomben bauen,
schaetzen Sicherheitsexperten in der Washington Post. Ein neuer Ruestungswettlauf
mit der benachbarten Atommacht Indien koennte die Folge sein. Die pakistanische
Regierung beteuert zwar, man sei an keinem nuklearen Wettrusten interessiert,
aber gleichzeitig will man die zukuenftige militaerische Nutzung ziviler
Nukleareinrichtungen nicht ausschliessen. Pakistan ist eine Atommacht,
das ist nichts Neues, meint ein Sprecher des Aussenministeriums.
Weder Pakistan noch Indien sind Unterzeichner des Vertrags ueber die Nichtweiterverbreitung
von Atomwaffen und Verbuendete der USA. Washington hat sich mit der Nuklearruestung
der verfeindeten Nachbarn abgefunden und dem pakistanischen Praesidenten
Musharraf, einem wichtigen Partner im Kampf gegen Al Kaida, sogar die
illegalen Exporte von nuklearen Ruestungsteilen aus Pakistan nach Lybien,
Nordkorea und den Iran verziehen.
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