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Passagierrechte verbessert,
AJ, 26.11.2009
Seelmann Helene (ORF)
Passagiere von insolventen Fluglinien sollen künftig besser
geschützt werden. 29 Fluglinien sind in den vergangenen Jahren in
Europa in Konkurs gegangen. Den Preis dafür haben häufig die
Passagiere gezahlt, die auf wertlosen Tickets sitzen geblieben
sind. Die Europäische Kommission will jetzt für bessere Garantien
für Reisende sorgen, berichtet aus Brüssel Raimund Löw:
Löw Raimund (ORF)
Konsumentenkommissarin Meglena Kuneva verweist für ihre
Initiative, die Passagierrechte in Europa deutlich zu erhöhen, auf
den Konkurs von Billigfluglinien wie Sky Europe oder XL: "Tausende
Passagiere standen plötzlich mit wertlos gewordenen Tickets auf
den Flughäfen. Das kann doch nicht in Ordnung sein." Nach den
Vorstellungen der Kommission sollten Touristen vor solchen
Unbillen besser geschützt werden, auch dann wenn sie ihre Tickets
über das Internet kaufen. Die Konsumentenschutzregeln im Tourismus
sind nach Meinung der Kommission höchst unübersichtlich, weil
nicht völlig klar ist, wer im Krisenfall wirklich für Ausfälle
gerade stehen muss: Reiseveranstalter, Quartiergeber oder
Transportunternehmen. Die bisherigen Regeln sind 20 Jahre alt,
damals gab es noch gar kein Internet. Konkret wird für den
Flugverkehr an eine Versicherung gedacht, die aus Beiträgen aller
Fluglinien gespeist wird. Auch das Europäische Parlament stellt
sich hinter diese Pläne. Die Luftfahrtindustrie ist skeptisch und
verweist darauf dass nur ein winziger Prozentsatz der 600
Millionen Fluggäste jedes Jahr von den höchst seltenen Konkursen
von Luftlinien betroffen sind. Der Denkanstoß der Europäischen
Kommission ist ein erster Schritt in einem europäischen
Gesetzgebungsverfahren, das sich über Jahre ziehen kann.
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