Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Pröll gegen Bankerboni, AJ, 2.9.2009

Zupan Agathe (ORF)
In Brüssel kamen heute die Finanzminister der EU zusammen um eine
gemeinsame Position der Europäer für den G-20-Gipfel in Pittsburgh
Ende September vorzubereiten. Vor allem Frankreich drängt auf
Maßnahmen gegen die riesigen Bonuszahlungen für Bank-Manager. In
der Frage der internationalen Kontrolle über die Finanzwelt gehen
die Ansichten innerhalb der EU allerdings weit auseinander. Aus
Brüssel meldet sich Raimund Löw.
Löw Raimund (ORF)
Die EU-Finanzminister wollen erreichen, dass die oft exorbitant
hohen Boni für die Banker an die langfristige und nachhaltige
Entwicklung gebunden sind und nicht an kurzfristige
Spekulationsgewinne. Auch Österreichs Finanzminister Josef Pröll
schließt sich dieser Forderung an.
Pröll Josef (ÖVP)
Ich stehe absolut hinter dem was Frankreich vorgeschlagen hat,
hier eine schärfere Gangart anzuschlagen für die Finanzmärkte. Es
kann nicht so sein, dass sie so weiter machen wie vor der Krise
und dass Manager wieder mit Tagesgewinnen unglaubliche Summen
abschöpfen.
Löw Raimund (ORF)
Einen Vorstoß zur internationalen Regulierung der Sonderzahlungen
für Geldmanager wollen die Europäer beim G-20-Gipfel in drei
Wochen in Pittsburgh machen, denn die USA müssen mitziehen, wenn
solche Einschränkungen Erfolg haben sollen. Vorsichtig
optimistisch zeigen sich die Minister zur Wirtschaftslage. "Es
gibt positive Signale", so Finanzkommissar Almunia, "das
Schlimmste könnte überstanden sein, auch wenn die Arbeitslosigkeit
diesen Winter noch weiter steigen wird". In einer koordinierten
Aktion werden die Europäer trotzdem dem Internationalen
Währungsfond größere Mittel zur Verfügung stellen. Die
Krisenfeuerwehr der internationalen Finanzwelt soll auf jeden Fall
für neue Einbrüche gerüstet sein. Österreichs Finanzminister Pröll
hat die Minister über die Lockerung des Bankgeheimnisses für
Ausländer informiert. Die von der OECD geforderten
Doppelbesteuerungsabkommen, damit Österreich von der Grauen-Liste
der Steueroasen kommt, werden in den nächsten Tagen unterzeichnet
sein.


 

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