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Ueberraschung bei Primaries,
ZiB 2 - Live Schaltung mit Armin Wolf
(redigiert), 20.1.2004
Gibt es nach den Parteiversammlungen von Iowa einen Favoriten? Den hat
es bis gestern g egeben, das war Howard Dean. Aber der hat diesen Status
gestern verloren. Und John Kerry, der Sieger von Iowa, ist noch nicht
wirklich der Favorit: in New Hampshire, wo in einer Woche gewaehlt wird,
muss er noch stark aufholen um ganz nach vorne zu kommen. Danach kommen
die Primaries in den Sueden, nach South Carolina. Dort koennten die aus
dem Sueden kommenden Kandidaten gut abschneiden: Wesely Clark und John
Edwards. Die Demokraten haben jetzt eine ganze Reihe von Kandidaten, die
sich mit gutem Recht Hoffnung machen koennen der Herausforderer von George
Bush zu werden. Aus heutiger Sicht kann es zu einer klaren Entscheidung
noch Wochen dauern. Und das heisst: ein Vorwahlkampf, der sich in die
Laenge zieht.
Ob George Bush nicht so gut liegt, dass man so gut wie fix mit seiner
Wiederwahl rechnen muss? Gegenwaertig hat der Praesident sicher keine
schlechten Karten. Aber man jat ja gerade in Iowa gesehen, wie schnell
die Stimmung umschlagen kann. Die Amerikaner finden zwar, dass der Praesident
im Kampf gegen den Terrorismus richtig agiert. Aber gkleichzeitig gibt
es doch auch grosse Zweifel an seiner Aussenpolitik. Das Argument der
Demokraten, dass sich Amerika von seinen traditionellen Freunden isoliert
hat, kommt an. Noch groesser sind die Zweifel zu seiner Wirtschafts- und
Sozialpolitik. Hier ist die Gruppe der Skeptiker sogar groesser als die
der Befuerworter des Praesidenten.
Ob George Bush seinen Bonus des Amtsinhabers ausspielt wird koennen, das
wird von zwei Fragen abhaengen: wie es im Irak im Herbst aussieht, ob
die Stabilisierung gelungen ist. Und: wie die Wirtschafts aussieht, ob
die Erholung von Dauer ist.
Vergessen wir nicht: Amerika ist politisch ein geteiltes Land. Man trifft
genauso leicht auf Anhaenger wie auf Gegner des Praesidenten.
Also kann man sicher nicht sagen, dass George Bush die Wahlen schon jetzt
gewonnen hat.
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