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Probleme beim US-Krisenmanagement,
ZiB 2, 9.9.2005
Wie gross ist die Gefahr,
dass die Behoerden auch im Fall eines Terrorangriffs so ueberfordert sind,
wie nach Hurrikan Katrina?
Das ist die zentrale Frage, die hinter der politischen Diskussion um das
schlechte Krisenmanagement in New Orleans steckt. Sowohl von Seiten des
Praesidenten, der sagt, er will klaeren, wie die Kompetenzen zwischen
lokalen Behoerden und dem Bund eigentlich aufgeteilt sind - das ist ihm
offensichtlich unklar - also auch von der Opposition.
Hier in New York, wo die Erinnerung an den 11.September noch sehr lebendig
ist, da betont man, dass man all Probleme, die damals aufgetaucht sind,
angegangen ist. Die Feuerwehrleute haben neue Funkgeraete - das damals
so viele nicht funktioniert haben, hat dazu gefuehrt, dass viele den Evakuierungsbefehl
im Nordturm des World Trade Center nicht gehoert haben, als der Suedturm
bereits eingestuerzt war. Die Kommunikation zwischen Feuerwehr, Polizei
und Rettung ist verbessert. Aber bei dem unglaublichen Chaos nach Katrina
sind die wenigsten Amerikaner sehr optimistisch, dass ein grossangelegter
Terroranschlag die Behoerden vorbereiteter finden wuerde.
Wie kann George Bush den politischen Schaden in Grenzen halten? Droht
er zu einer Lame Duck zu werden?
Wie ernst das politische Problem fuer die Regierung und vor allem fuer
die regierende republikanuische Partei ist, das hat man im Weissen Haus
erkannt. Seit einer Woche ist jeden Tag ein neues Regierungsmitglied im
Katastrophengebiet zu sehen. Der Praesident tritt fast taeglich mit neuen
Initiativen fuer die Opfer an die Oeffentlichkeit. Worauf sich die Regierung
jetzt konzentriert, dass ist der Wiederaufbau, und die Summen die da genannt
werden, sind riesig. Von 50 Milliarden Dollar bis zu 150 Milliarden Dollar
ist die Rede. Das sind Summen, die in den Bereich der Kosten fuer den
Irakkrieg gehen. Selbst fuer das amerikanischen Riesenbudget ist das betraechtlich.
Der Praesident muss beweisen, dass er jetzt wirklich alles tut um die
buerokratischen Hindernisse zu ueberwinden. Wenn das nicht gelingt und
der Eindruck entsteht, dass es nur um Imagekorrekturen geht, dann wird
dieser politische Makel nicht weggehen.
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