| |
|
Queen bei Bush, MoJ, 8.5.2007
Es war gestern Abend das heisseste
Ticket in Washington DC: Das Galadiner mit Koenigin Elisabeth und Prince
Charles im Weissen Haus. Unter den 134 erlesenen Gaesten: Nancy Reagan,
Golfstar Arnold Palmer und Geiger Itzhak Perlman. Auch Jockey Calvin Borel,
der das beruehmte Pferderennen von Kentucky, das Kentucky Derby gewonnen
hat, war geladen. Das Dinner mit George Bush war der Hoehepunkt eines
mehrtaegigen Besuches der Queen in den Vereinigten Staaten.
Wenn die Queen zu Besuch ist, dann scheint Washington wo Foermlichkeit
und Rang sonst eher wenig bedeutet, vom Ehrgeiz erfasst zu sein sich auch
in Punkto Zeremoniell als Supermacht zu erweisen.
Salutschuesse, Militaerkapellen im historischen Gewand, und tausende Ehrengaeste
am Rasen des Weissen Hauses. Fast koennte man die harte politische Wirklichkeit
vergessen. Nur Gastgeber George Bush reisst die Besucher mit einem Versprecher
aus der Traumwelt. Den letzten Amerikabesuch Elisabeth II hat Bush beinahe
ins 18.Jahrhundert verlegt.
Sie waren da mit uns unseren 200.Gebuertstag zu feiern, begruesst Bush
die Queen
im Jahr 17
aeh 1976.
Die Queen wirft dem betretenen Praesidenten einen strafenden Blick zu,
der scherzt, sie hat mich angesehen, wie das nur eine Mutter in Richtung
Kind kann.
In ihrer Antwort blieb die Koenigin diplomatisch gelassen. Regierungen
in ihrem und meinem Land moegen kommen und gehen.
Reden werden wir immer miteinanander, zuhoeren werden wir muessen, manchmal
werden wir sogar unterschiedlicher Meinung sein, aber bei unserem Buendnis
sollten wir bleiben, lautet schliesslich die Botschaft der Queen an den
etwas unsicher neben ihr sitzenden Commander in Chief.
Die Faszination des republikanischen Amerikas fuer gekroenten Haeupter
der einstigen Kolonialmacht scheint ungebrochen.
Dass die Queen dabei den eigenen Praesidenten nicht unbedingt rasend gut
aussehen laesst, dass stoert die allerwenigsten Amerikaner.
nach oben,
Fenster schließen
|