Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Rauchfreies Amerika, MiJ, 18.11.2006

Grundsaetzlich ist Rauchen in den USA nach wie vor erlaubt, obwohl man manchmal auch einen anderen Eindruck haben koennte. Und tatsaechlich sieht man unter freiem Himmel nicht Wenige Menschen mit dem brennenden Glimmstengel in der Hand. Aber Restaurants und Bars, oeffentliche Gebaeude und Arbeitsplaetze sind in den meisten amerikanischen Bundesstaaten oft schon seit vielen Jahren rauchfrei. Erst bei den juengsten Kongresswahlen haben auch Nachzuegler wie die Bundesstaaten Nevada, Ohio und Arizona gegen den heftigen Widerstand der Tabaklobby per Volksabstimmung neue Rauchverbotsregeln beschlossen. In Kalifornien, wo es die strengsten Reglen zum Schutz der Nichtraucher gibt, darf auch in einem Umkreis von 7 Metern um oefffentliche Gebaeude nicht geraucht werden, auf mehreren Straenden herrscht Rauchverbot. Warnungen, die Antiraucherstimmung nehme manchmal schon richtiggehend totalitaere Zuege an, nimmt niemand wirklich ernst. Beweisen doch immer mehr wissenschaftliche Studien hieb und stichfest, wie verheerend die gesundheitlichen Schaeden selbst fuer passive Mitraucher sind. Die anfaengliche Befuerchtung, Restaurants und Bars wuerden wirtschaftlichen Schaden nehmen, haben sich nirgends bestaetigt: seit in New Yorks die Restaurants rauchfrei geworden sind, steigt die Zahl der Kunden stetig. Auch Raucher begruessen laut Umfragen mehrheitlich die freie Luft zum Atmen. Und Nichtraucher, die frueher der blaue Dunst im Gasthaus gestoert hat, kommen zurueck. Jahrzehnte der Aufklaerung kombiniert mit strengen Regeln haben die Zahl der Raucher in den USA auf 23 Prozent der Bevoelkerung gesenkt. Nur bei Jugendlichen und in aermeren Bevoelkerungsschichten ist Rauchen noch in.

 

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