Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Reformvertrag beschlossen, ZiB 1, 19.10.2007


Beim EU-Gipfel in Lissabon gab es diese Nacht einen Durchbruch. Einstimmig haben die Vertreter aller 27 Mitgliedsstaaten den Reformvertrag verabschiedet, der die lange Phase der europäischen Innenschau beenden soll. Durch eine Reform an Kopf und Gliedern soll die Union auch mit 27 Mitgliedern handlungsfähig bleiben. Polens EU-skeptischer Präsident beim Toast auf den Reformvertrag. Wer hätte das für möglich gehalten. Die Erleichterung stand diesmal wirklich allen ins Gesicht geschrieben. Es war ein jahrelanger steiniger Weg, mit Kontroversen ob mehr oder weniger Europa bis direkt vor den Tore des Gipfels. Aber in Lissabon sind die nationalen Egoismen zurückgetreten, mit denen die Europäer so oft zu kämpfen haben. OT ANGELA MERKEL
Wie die Sieger nach einem schwierigen Wettkampf präsentieren sich heute stolz die Regierungschefs in Lissabon. Der britische Premier bringt bereits seinen Vorgänger Tony Blair als Europäischen Präsidenten ins Spiel. Der österreichische Bundeskanzler hofft, dass die neue Grundrechtecharta europaweite Sozialstandards setzen wird.
OT Alfred Gusenbauer
Die Führung Europas tagt in einer angespannten internationalen Situation. Kritik an den USA gibt es für die Warnung George Bushs wegen des Konflikts mit dem Iran könnte es zum Dritten Weltkrieg kommen. OT PLASSNIK
Mit erneuerten Institutionen, so das Kalkül, wird Europa auch international selbstbewußter auftreten.

 

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