Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Republikaner gegen Bush, ZiB 2, 3.11.2006


MODERATION ZIB 2, REPUBLIKANER GEGEN BUSH
Schon lange nicht waren in den USA die regierenden Republikaner in so grossen Schwierigkeiten wie im gegenwaertigen Wahlkampf fuer den Kongress. Die oppositionellen Demokraten hoffen zumindest eines der beiden Haeuser des Kongresses diesmal fuer sich gewinnen zu koennen. Es ist vor allem der unpopulaere Irakkrieg, der traditionell republikanische Waehler in die Armee der Opposition treibt.
BEITRAG LOEW REPUBLIKANER GEGEN BUSH
Fondsmanager Jim Awad ist stolzer Republikaner. Einen persoenlichen Brief Ronald Reagans traegt er immer bei sich.
Doch der Krieg im Irak hat ihn gegen seine Partei und gegen seinen Praesidenten aufgebracht.
JIM AWAD, FONDSMANAGER
Er hat uns als Staat blamiert, ja blamiert, weil wir in einen Krieg gezogen sind, der uns nicht aufgezwungen wurde.
Der konservative New Yorker Fondsmanager wuenscht sich einen demokratischen Wahlsieg. Erstmals in seinem Leben wird er mit Hillery Clinton eine Demokratin waehlen.
Sie soll die Republikaner in die Schranken weisen, wuenscht sich der Manager.
Dabei hat sein milliardenschwerer Fonds unter den Republikanern viel Geld verdient hat.
Aber die gute Wirtschaftslage ist durch den Irakkrieg in den Hintergrund gedraengt worden.
Im Bundesstaat Conneticut laufen Republikaner in Scharen von ihrem Abgeordneten Christopher Shays zur demokratischen Kriegsgegnerin Dianne Farrell ueber.
Ich bin republikanisches Parteimitglied, aber diesmal waehle ich die Demokratin.
Auf der anderen Seite des Kontinents im Bundesstaat Washington versucht es der republikanische Abgeordnete Dave Reichert mit Distanz zu George Bush.
DAVE REICHERT, REP. KANDIDAT
Manchmal bin ich mit dem Praesidenten einverstanden, oft bin ich es nicht.
Aber in ihrer Wahlwerbung erinnern die Demokraten unablaessig an die Naehe des Kandidaten zu Bush..
Und tatsaechlich sind die hoechsten Regierungsspitzen nach Washington gereist um Wahlspenden fuer ihren Mann zu sammeln.
Reporter Joe Connolly wundert sich. Offensichtlich bekommt der Abgeordnete finanzielle Hilfe von der Regierung, damit er den Waehlern erzaehlen kann, wie wenig er eigentlich mit genau dieser Regierung zu tun hat.
Bei Kongresswahlen dominieren normalerweise lokale Themen, und die werden zweifelsohne auch an diesem Wahltag wichtig sein. Aber das bundesweit beherrschende Thema ist die Unzufriedenheit ueber den verheerenden Irakkrieg, fuer den die Buerger vor allem den Praesidenten und sein Team verantwortlich machen. Im republikanischen Lager hat das zu den groessten Absetzbewegungen von Bush gefuehrt, die es je gegeben hat.

 

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