Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Republikanische Praesidentschaftskandidaten diskutieren, MoJ, 4.5.2007

Air Force One, das Praesidentenflugzeug Ronald Reagans schwebte ueber dem Saal. Unter den Zuhoerern: Reagans Witwe Nancy und Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger.
Mit der Praesidentschaftsbibliothek des populaersten konservativen Politikers der vergangenen Jahrzehnte Ronald Reagan haben sich die Republikaner einen symboltraechtigen Ort fuer ihre erste Debatte ausgesucht. Die republikanische Partei ist politische in der Defensive, aber die Zahl der konservativen Praesidentschaftsbewerber waechst nach wie vor. 10 Kandidaten waren zu der Debatte gekommen. Nur wenige sind einem breiteren Publikum bekannt. Darunter Rudolph Giuliani, der populaere Ex-Buergermeister von New York, Langzeitsenator John McCain und Mitt Romney, der finanzkraeftige Ex-Gouverneur des Bundesstaates Massachussetts.
Das amerikanische Engagement im Irak unterstuetzen nahezu alle republikanischen Bewerber.
Nur vorsichtige Kritik an George Bush war zu hoeren, und die bezog sich vor allem auf die Vergangenheit. Den Irakkrieg haette ich in den vergangenen Jahren nicht so schlecht gefuehrt, argumentierte John McCain.
Jetzt haben wir eine neue Strategie, die ist richtig, und jede Nacht bete ich dafuer, dass sie erfolg hat, beteuert John McCain.
Nachgeben angesichts des Terrorismus, das sei undenkbar, war die einhellige Meinung. Einhellig verurteilt wurde der Iran. Dass notfalls auch mit Waffengewalt gegen das iranische Atomprogramm vorgegangen werden muss, das fand auch Rudolph Giuliani.
Ein Krieg gegen den Iran waere riskant und gefaehrlich. Aber noch gefaehrlicher waere ein mit Atomwaffen ausgestatteter Iran mit einem schlicht verrueckten Praesidenten, so der Ex-Buergermeister aus New York.
Meinungsverschiedenheiten gab es beim Recht auf Abtreibung, das von den meisten Kandidaten apodiktisch abgelehnt wird. Mit seiner liberaleren Haltung war Giuliani ziemlich allein.
Was sie denn davon halten wuerden, wenn Bill Clinton als First Husband wieder ins Weisse Haus einziehen wuerde, wollte der Diskussionsleiter wissen?
Moeglich ist das, aber schlimm, lautete die Antwort.
So ganz liess sich das Schreckgespenst eines moeglichen demokratischen Wahlsieges bei den Praeisdentschaftswahlen 2008 in der lauf jeden Fall eineinhalbstuendigen Diskussion nicht vertreiben.
Wenn die demokratische Dreierbande Nancy Pelosi, Senator Reid und Hillary Clinton uns im Kampf gegen den Terrorismus fuehren, das waere greasslich, warnt Mitt Romney. Dann waere ja Hillary Clinton Praesident, erschaudert ein Kollege
Die Zahl der republikanischen Bewerber, die genau das verhindern wollen, koennte demnaechst noch steigen: mehrere konservative Politiker wollen in den naechsten Wochen entscheiden, ob sie nicht zusaetzlich in den Ring steigen.

 

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