Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Rumsfeld Hearing vor Kongress, ZiB 2, 7.7.2004

Rumsfeld will zum jetzigen Zeitpunkt nicht zuruecktreten.
Und auch der Praesident will zum jetzigen Zeitpunkt nicht, dass er zuruecktritt.
Der Pentagonchef ist ein Eckpfeiler seiner Politik.
Aber: dass er das selbst nicht mehr ausschliesst zeigt, welche Dimensionen der Skandal angenommen hat.
Donald Rumsfeld hat sich heute mit Wuerde zu seiner Verantwortung bekannt.
Die Entschuldigung gegenueber den misshandelten Irakern klang glaubwuerdig.
Das hat Eindruck gemacht.
Aber: dieser Skandal ist offensichtlich noch lange nicht zu Ende.
Wenn da noch viel mehr kommt, dann ist die gesamte Irakpolitik des Praesidenten in Gefahr.
Und dann waere wohl auch Donald Rumsfeld nicht mehr zu halten.
Man hat ja am Anfang versucht zu sagen:
es handelt sich um isolierte Einzelfaelle.
Davon ist man jetzt voellig abgekommen.
Im Gegenteil: der Verteidigungsminister hoechstpersoenlich bereitet die Oeffentlichkeit darauf vor, dass es noch viel mehr Fotos und auch Videos geben wird.
Mit schrecklichen Ueberraschungnen, als Ergebnis der armeeinternen Untersuchungen..
Die USA gehofft:
dass es gelingen kann durch eine ruecksichtslose Untersuchung dieser Vorfaelle gelingen kann, die internationale Glaubwuerdigkeit wieder zurueckzugewinnen.
Und die heutigen Hearings mit all ihrer Haerte waren in diesem Sinn natuerlich ein Beispiel wie eine demokratisches System versucht eine furchtbare Fehlentwicklung zu korrigieren.
Aber wenn immer mehr belastendes Material zu Tage tritt, dann wird dieses Ziel der Zurueckgewinnung von moralischer Autoritaet fuer lange Zeit kaum moeglich sein.


 

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