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Sarkozy und Merkel gegen Boni,
ZiB 1, 31.8.2009
Angela Merkel hat heute in Berlin den französischen Staatspräsidenten
Nicolas Sarkozy empfangen. Deutschland und Frankreich wollen die langsame
Erholung der Wirtschaft weitführen. Es geht um die Vorbereitungen
der Europäer auf den nächsten Weltfinanzgipfel der G 20 in den
USA Ende September. Heftige Kritik gab es aus Berlin und Paris in den
letzten Tagen an der neuerlichen Auszahlung millionenschwerer Boni an
Bankenmanager. Den Tiefpunkt der wirtschaftlichen Krise scheinen Frankreich
und Deutschland überwunden zu haben. Nicolas Sarkozy und Angela Merkel
gaben sich den Sommer über vorsichtig zuversichtlich. Die europäischen
Finanzzuschüsse haben gewirkt, so die Regierungen. Mager ausgefallen
sind dagegen die so heftig geforderten neuen Regeln für die Finanzwelt.
Kaum steigen die Aktien, wird auch wieder eifrig spekuliert. Zumindest
gegen das Comeback der märchenhaften Boni für die Manager von
Banken, die eben erst mit Steuergeldern gerettet wurden, wollen Frankreich
und Deutschland gemeinsam Front machen. Vor einem halben Jahr versprachen
die 20 größten Industrienationen eine Neuordnung der Finanzmärkte.
Wenn Bilanz gezogen wird beim nächsten Weltfinanzgipfel, wollen die
Europäer wieder an einem Strang ziehen. Zumindest bei der Kritik
an den Sonderzahlungen für die Geldmanager der Banken sind sich die
Europäer einig. Da funktioniert auch der deutsch-französische
Motor wieder. Heiß umstritten ist dagegen der Vorschlag, eine starke
gemeinsame Aufsicht für die Banken Europas einzurichten.
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