Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Scheidung erleichtert, AJ, 3.12.12.2010

Die EU-Justizminister haben heute in Brüssel grünes Licht für neue Scheidungsregeln bei multinationalen Ehen gegeben. Größere Rechtssicherheit wenn Bürger beweglicher werden und Grenzen weniger wichtig sind soll den Bürgern das Leben erleichtern. Allerdings schließt sich nur ein Teil der EU-Staaten dieser sogenannten verstärkten Zusammenarbeit an, darunter auch Österreich.
Die Zahl der binationalen Ehen steigt in Europa, und damit automatisch auch die Zahl der Scheidungen. Leben die Paare gar in einem Dritten Land, wird die rechtliche Lage kompliziert, wie Belgiens Justizminister Wathelet erklärt:
Wenn Sie einen Belgier haben, der eine Französin geheiratet hat, die beiden in Italien leben und sich in Estland scheiden lassen wollen, welches Recht wird der estnische Richter anwenden?
Es soll das Scheidungsrechts des letzten Hauptwohnsitzes sein, unabhängig von Pass und Nationalität. Darauf haben sich 14 EU-Staaten geeinigt, darunter Deutschland, Frankreich und Österreich. Ausnahmen müssten sich die Ehepartner gemeinsam festlegen.
Das ist Europa in Bewegung, freut sich die kämpferische Grundrechtskommissarin Vivian Reding
OT REDING
Unsere Bürger haben das Recht auf Bewegung quer über die Grenzen, das muss von rechtlicher Sicherheit begleitet sein.
REDING HOCH
Soweit EU-Grundrechtekommissarin Reding. An eine direkte Harominsierung des Scheidungsrechts ist nicht gedacht. Zu groß sind die Unterschiede. Während in den nordischen Staaten Europas Scheidungen fast alltäglich sind, sind die im kleinen Malta nach wie vor nicht möglich.
Österreichs Justizministerin Bandion-Ortner begrüßt die Fortschritte beim Kampf gegen die Anbahnung sexuellen Missbrauchs von Kindern im Internet.
Einen Vorschlag zur Verschärfung des Strafrechts in Österreich gegen die Benützung des Internets durch potentielle pädophile Straftäter kündigt

 

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