Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Schengenresolution im Europaparlament, AJ, 7.7.2011



Wenige Tage nach der Einführung neuer Zollkontrollen durch Dänemark wendet sich das Europäische Parlament gegen eine Aufweichung der Reisefreiheit des Schengenraums. Mit dem Kampf gegen Kriminalität haben die Versuche neue Grenzkontrollen nichts zu tun, sehr wohl aber mit Wahlkämpfen, so die Abgeordneten
BEITRAG SHORTY/AJ LÖW
Die Flüchtlingsbewegungen der letzten Monate dürfen nicht zum Vorwand genommen werden, eine der wichtigsten Errungenschaften der Europäischen Union auszuhöhlen, heisst es in der mit großer Mehrheit angenommenen Erklärung des Europäischen Parlaments. In die gleiche Kerbe schlägt für die Europäische Kommission Vizepräsident Maros Sefcovic:
Der freie Personenverkehr ist ein Fundament der Europäischen Union und eine ihrer spürbarsten Erfolge.
Schon jetzt ist es möglich zeitlich begrenzte Kontrollen durchzuführen, wenn eine Bedrohung der öffentlichen Sicherheit droht. Die Abgeordneten kritisieren das Bestreben der Regierungschefs auch Flüchtlingsbewegungen als Begründung für Grenzkontrollen gelten zu lassen. Sinnvoller wären Fortschritte bei der seit langem geplanten gemeinsamen Europäischen Asylpolitik.
So der spanische Sozialdemokrat Juan Fernando Lopez Aguilar.
Für die Europäische Volkspartei mahnt der portugiesische Abgeordnete Carlos Coelho die Wiederherstellung des Vertrauens zwischen den Schengenstaaten ein.
Das Schengensystem erfordert Solidarität, die hat bei den Reaktionen auf die Migrationsbewegungen aus Nordafrika gefehlt, was einige Länder ziemlich unter Druck gesetzt hat.
Auf jeden Fall wollen die Europaabgeordneten an einer Reform beteiligt sein, obwohl das Schengenabkommen ursprünglich auf einem Vertrag zwischen den beteiligten Staaten besteht, dem sich ja auch Norwegen und die Schweiz angeschlossen haben, während Großbritannien und Dänemark draußen bleiben.


 

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