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Spekulationen um Vizepraesidentschaftskandidaten,
Morgenjournal, 4.3.2004
Zumindest den Bundesstaat Georgia im Sueden wollte John Edwards gewinnen,
dann haette der Senator aus North Carolina seine Kandidatur vielleicht
weiterfuehren koennen. Aber als am gestrigen Supertuesday kein einziger
Sieg zu vermelden war, da wurde der Druck der Demokratischen Partei zu
gross: gestern stellte John Edwards, der Sunnyboy aus dem Sueden seine
Kandidatur ein, und empfahl sich gleichzeitig mit auffaellig freundlichen
Worten fuer John Kerry fuer die Position des Vizepraesidentschaftskandidaten.
Kerry haben den Willen zu kaempfen und Praesident zu werden, und er, Edwards,
werde ihn dabei nach Kraeften unterstuetzen.
Nur zwei Demokraten sind vorlaeufig noch gegen John Kerry im Rennen, aber
beide ohne Chancen: der linke Abgeordnete Dennis Kucinich aus Ohio und
der schwarze Prediger Al Sharpton aus New York
Dass die Vizepraesidentschaft so frueh im Wahlkampf ueberhaupt ein Thema
ist, bestaetigt das grosse Tempo dieser Wahlauseinandersetzung.
Aber Edwards wird wohl keineswegs der einzige Kandidat sein, der in Frage
kommt. Praesidentschaftswahlen gewinnt oder verliert zwar stets der Kandidat
auf dem ersten Platz, aber der sogenannte Running Mate, also der Vize,
tariert das ticket nach geografischen Kriterien aus und hilft im Idealfall
einen oder gar mehr Bundesstaaten zu gewinnen.
Etwa Bill Richardson, Gouverneur aus Arizona und ehemaliger Energieminister
unter Bill Clinton, bringt seine Image als Mann aus dem Westen und seine
spanischsprechende Herkunft ins Spiel. Dick Gephardt, der ehemalige Mitbewerber
um die demokratische Praesidentschaftskandidatur, hat viele Anhaenger
im Industriestarken Midwest. Gleich zwei Senatoren aus Florida bemuehen
sich um den Job, mit ihrer Hilfe, haetten die Demokraten vielleicht Chancen
auf den Bundesstaat, der im Jahr 2000 so haarscharf an Bush ging. Und
im Fernsehen wird sogar Hillary Rodham Clinton als moegliche Kandidaten
angefuehrt. Das ist zwar kaum wahrscheinlich, entlockt der Genannten aber
immerhin die Zusicherung, sie werde alles tun, was John Kerry von ihr
verlangt.
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