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Spritpreise: EU-weite Proteste,
ZiB 1, 31.5.2008
Nicht nur in Österreich von Preiserhöhungen geschüttelt:
in ganz Europa führend steigende Ölpreise zu Protesten. In vorderster
Front: die Fischer, die den Regierungen vorwerfen nichts gegen die akute
Gefährdung eines ganzen Berufsstandes zu unternehmen.
Die Proteste haben diese Woche auch die Europahauptstadt Brüssel
erreicht.
Wegen der explodierenden Ölpreise können sich viele belgische
Fischer den Treibstoff für ihre Schiffe nicht mehr leisten.
In Spanien, Frankreich und Griechenland blockieren Fischerboote tagelang
die Häfen.
"Wir sind an einem Punkt angelangt, wo unsere Existenz bedroht ist.
In Großbritannien gehen auch die Trucker auf die Straße.
Wie ein Funke springt der Protest auf immer mehr Berufsgruppen über.
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy verlangt eine europaweite Senkung
der Treibstoffsteuern. Aber die Idee ist umstritten
INSERT: Juan Delgado, Energieexperte:
"Eine Steuersenkung hilft vor allem den Ölkonzernen, die werden
die Preise einfach weiter erhöhen.
Österreich stellt gegen Spekulation mit Erdöl eine eigene EU-Steuer
zur Diskussion.
In der hohen Politik ist zwar schon seit langem davon die Rede, dass man
dringend wegkommen muss vom Erdöl. Aber die Entwicklung alternativer
Energiequellen lässt auf sich warten. Der hohe Eurokurs mildert zwar
die Folgen des Ölschocks für Europa. Aber Berufsgruppen, die
viel Treibstoff brauchen, zahlen trotzdem einen hohen Preis.
Modernere Schiffe würden auch weniger Sprit verbrauchen. Aber wer
kann sich das schon leisten in den Fischerdörfern Europas.
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