Raimund Löw

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Patrick Hibler zu Strache Eklat nach Löw Frage zu Hitler im Europaparlament, ZiB 24, 9.6.2011



Strache Eklat im EP, Patrick Hibler, ZIB 24, 9.6.2011
Gadenstätter Lisa (ORF)
"Mein Job als Journalist ist es, Fragen zu stellen. Mehr habe ich
nicht getan". Diese Aussage stammt von unserem
Brüssel-Korrespondenten Raimund Löw und ist wohl zu 100 Prozent zu
unterschreiben. FPÖ-Chef Strache hat eine Frage von Raimund Löw im
EU-Parlament in Straßburg allerdings nicht gefallen und in Rage
gebracht. Auf die Bitte eines anderen Journalisten, Fragen doch in
moderatem Ton zu beantworten, stößt Straches Partnerin am Podest,
die Vorsitzende der französischen Front National, Marine Le Pen,
nach: "Wir brauchen keinerlei Lektionen, wir wollen nur keine
Fragen, die uns angreifen". Patrick Hibler über den Eklat im
EU-Parlament.
Hibler Patrick (ORF)
Dass Heinz-Christian Strache einmal die europäischen
Freiheitlichen in Straßburg besucht ist quasi eine Premiere, den
Kontakt zu den europäischen Rechtsparteien jedenfalls hat er schon
öfter gesucht.
OFF Sprecher (ORF)
<O-Ton Francesco Speroni übersetzt von OFF-Sprecher> "Das
negative Image der FPÖ in den internationalen Medien blockiert die
Bildung der gemeinsamen Fraktion. Politisch stehen wir einander
aber sehr nahe." <O-Ton Ende>
Hibler Patrick (ORF)
Nach der Besichtigung des Plenarsaals des Europaparlaments, der
auf Strache, wie er sagt, wie ein unübersichtlicher Moloch wirkt,
trifft der FPÖ-Chef auf Marine Le Pen. Die Chefin des Front
National will, dass Frankreich den Euro aufgibt und meint etwa:
OFF Sprecherin (ORF)
<O-Ton Marine Le Pen übersetzt von OFF Sprecherin> "Die EU ist
ein totalitäres Projekt zu Unterdrückung der Völker." <O-Ton Ende>
Hibler Patrick (ORF)
Und Strache fügt dem hinzu, dass seiner Gastgeberin eine große
Zukunft bevorstehe, weil er glaube:
Strache Heinz-Christian (FPÖ)
Dass Marine Le Pen Kraft ihrer Persönlichkeit auch die Chance
hat, die zukünftige erste weibliche Präsidentin Frankreichs zu
werden. Ja.
Hibler Patrick (ORF)
Auf die Frage von ORF-Korrespondent Raimund Löw wie Le Pen mit
Politikern umgehen würde, die bei einer Aberkennung der
Ehrenbürgerschaft von Adolf Hitler nicht mitmachen, wie einige
Freiheitliche in Österreich, reagiert Strache empört.
Strache Heinz-Christian (FPÖ)
Also ich bin wirklich baff erstaunt, dass Sie Herr Löw vom
Österreichischen Rechtlichen Rundfunk wider besseres Wissen im
Ausland Nestbeschmutzung Österreichs betreiben. Und wider besseres
Wissen.
Hibler Patrick (ORF)
Angriffe, die der ORF in einer Aussendung auf das Schärfste
zurückweist. Die von Löw gestellte Frage sei legitim und habe
nichts mit einer Vernaderung Österreichs zu tun, wie dies von der
FPÖ unterstellt werde. Und Strache zum eigentlichen Inhalt der
Frage:
Strache Heinz-Christian (FPÖ)
Faktum ist, in Österreich ist zum Glück ein Herr Hitler seit dem
Jahr 1945 und 1946 in keiner österreichischen Stadt mehr irgendwo
Ehrenbürger.
Hibler Patrick (ORF)
Denn rechtlich würde eine Ehrenbürgerschaft durch den Tod ohnehin
erlöschen, so Strache. Fakt ist aber auch, dass etwa erst vor
kurzem der Gemeinderat von Amstetten Adolf Hitler die
Ehrenbürgerschaft aberkannte. Freiheitliche haben sich der Stimme
damals bekanntlich enthalten.

 

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