Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Streiks in Belgien, AJ,22.12.2011
Ein Streik der öffentlichen Bediensteten legt heute Belgien lahm. Die Gewerkschaften protestieren gegen die Sparpläne der neuen Fünfparteienregierung insbesondere im Pensionsbereich. Ihren Start hat sich die erst seit drei Wochen amtierende neue Regierung in Belgien anders vorgestellt.    Nicht mit 60 sondern  62 wird in Belgien in Zukunft  die Frühpension beginnen. Ein Reformschritt, der nach Meinung der neuen  Koalitionsregierung des sozialdemokratischen Regierungschefs Elio di Rupo längst überfällig ist, gegen den die Gewerkschaften  jedoch Sturm laufen. Fast im ganzen Land fiel heute der Zugverkehr aus, auch die Verbindung durch Tunnel nach London war lahmgelegt. In der Hauptstadt Brüssel fuhr kein Bus und keine U-Bahn.  Müllabfuhr und Post, Schulen und Kindergärten sind von der Streikbewegung erfasst. Weil auch die Gefängniswärter streiken werden die Haftanstalten heute von der Polizei kontrolliert.  Die Regierungsparteien der Sozialdemokraten, Christdemokraten und Liberalen  haben in endlosen Verhandlungen im Vorfeld zwar untereinander jedes Detail der geplanten Sparmassnahmen ausgehandelt, die Sozialpartner aber nicht berücksichtigt.  Wenn  es keine Änderungen gibt, dann drohen die Eisenbahner ihren Streik bis zum Jahresende auszudehnen.

 

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