Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

Fenster schließen
 
  Aktuelle Analysen
   

Terrorverdaechtiger Exilkubaner frei, AJ, 9.5.2007

Fuer Kubas Fidel Castro ist er einer der schlimmsten Terroristen der westlichen Hemisphaere: der 79 jaehrige Exilkubaner und ehemalige CIA-Agent Posada Carilles, der verdaechtigt wird in den Siebzigerjahren ein vollbesetztes kubanisches Passagierflugzeug in die Luft gesprengt zu haben. Dass eine Richterin in Miami jetzt ein Verfahren gegen den Mann eingestellt hat, empoert die kubanische Regierung.
Bei dem nunmehr eingestellten Verfahren gegen den Exilkubaner ist es um Falschaussagen beim Einbuergerungsverfahren gegangen. Seit 2005 war Posada die meiste Zeit in Haft, das hatte den amerikanischen Behoerden unangenehme Fragen nach dem Umgang mit einem von anderen Staaten als Terroristen angesehen Verdaechtigen erspart. Da jetzt in den USA kein weiteres Verfahren gegen Posasda Carilles anhaengig ist, befindet sich der Mann nun auf freiem Fuss. Seine Freunde und Anhaenger vom radikalen Fluegen der Exilkubaner in Miami jubeln. Fuer Kuba ist Posada als der Osama Bin Laden der westlichen Hemisphaere und ein Beispiel dafuer, wie die amerikanischen Behoerden mit zweierlei Mass messen, wenn es um Terrorismus geht. 73 Menschen starben, als eine Bombe in einem in Caracas gestarteten kubanisches Flugzeug explodierte. Venezuela und Kuba fordern seit Jahren vergeblich die Auslieferung des anticastristischen Hardliners, der den Anschlag organisiert haben soll. Posada selbst bestreitet jede Verantwortung. In Panama war Posada wegen eines versuchten Sprengstoffanschlages gegen Fidel Castro im Jahr 2000 zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann galt jahrelang als Vertrauter des amerikanischen Geheimdienstes CIA. Er wird auch beschuldigt hinter Bombenanschlaegen auf Touristenhotels in Kuba in den Neunzigerjahren zu stecken.

 

nach oben, Fenster schließen

 
  site by Adrian Rossmann