Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Transaktionssteuerdebatte, ZiB 1, 13.3.2010


Die Idee einer Steuer auf Finanzgeschäfte galt lange als realitätsferner Traum linker Kritiker der Welt des Geldes. Erst die Krise brachte ein Umdenken. Selbst bei den Skeptikern unter den Regierungschefs der EU stieg das Interesse an der sogenannten Transaktionssteuer, die wiederholt auch von Österreich ins Spiel gebracht wurde. Das Europaparlament fordert diese Woche mit überwältigender Mehrheit Steuern auf Finanzgeschäfte. Die Abgeordneten wollen neue Einnahmen für die Entwicklungshilfe und den Kampf gegen den Klimawandel erschließen. In ganz Europa sind die Finanzminister auf der Suche nach neuen Geldquellen. Allerdings kommt Gegenwind aus den USA. Von einer weltweiten Steuer will die Wall Street nichts wissen. Barack Obama plant die Banken im Alleingang zu besteuern. Das erschwert internationale Absprachen. Auch am Finanzplatz London stellt inzwischen Gordon Brown eine Bankenabgabe und nicht die Transaktionssteuer ins Zentrum der Überlegungen. Die Debatte darüber, wie Spekulation begrenzt werden kann auf den Märkten und wo der Staat sich am besten finanziert, ist noch lange nicht beendet.

 

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