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Tschadkrise, ZiB 1, 2.2.2008
Wie reagiert, Mission noch
haltbar?
Für Operation eine extrem komplizierte Situatiojn, keine Frage.
Ich habe eben mit dem Sprecher des EUFOR-Kommandanten gesprochen, das
ein irischer General Patrick Nash. Der steht in ständigem Kontakt
mit der europäischen Vorhut im Tschad.
Er bestätigt: alle europäischen Soldaten sind in Sicherheit,
auch die Österreicher.
Die militärischen Kommunikationslinien der Europäer sind intakt.
An Evakuierung wird im Augenblick nicht gedacht.
Die Operation ist unterbrochen, nicht abgebrochen. Man schließt
absolut nicht aus, dass sie wiederaufgenommen wird, wenn sich die Lage
etwas geklärt hat.
Mit Interesse registriert man, dass es in den letzten Stunden auch deutlich
pro europäische Äußerungen der Rebellen gegeben hat.
War das nicht von Anfang an eine Mission Impossible?
An der grundlegenden Aufgabe hat sich nichts geändert. In Brüssel
sagt man, die europäischen Soldaten will ja nicht eine Regierung
schützen, sondern den Flüchtlingen ein Minimum an Sicherheit
gewähren. Und das ist wahrscheinlich noch viel dringender nötig,
wenn Rundherum das Chaos ausbricht.
Die EU steht ja da nicht allein. Es waren die Vereinten Nationen, die
darauf gedrängt, dass es diese europäische Aktion gibt. Damit
es nicht zu einem richtigen Krieg zwischen Staaten kommt.
Leichtfertig wird man nicht aufgeben.
Die EU ist im Tschad also auch den Vereinten Nationen im Wort.
Daher wird man sich sicher nicht so leicht tun, von dieser Mission zurückzutreten.
Ganz abgesehen vom humanitären Preis.
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