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US-Debatte um Tsunami-Warnungen,
AJ, 4.1.2005
Der amerikanische Kongress
soll die Initiative zu einem globalen
Warnsystem fuer Tasunamis ergreifen, das verlangt der angesehene
demokratische Senator Joe Liebermann. Lieberman rechnet, dass mit einer
verhaeltnismaessig bescheidenen Investition von 10 Millionen Dollar auch
im
Indischen Ozean jene Sensoren installiert werden koennten, die sich im
Pazifik seit Jahren bewaehrt haben. Das Seebeben vor Indonesien ist ja
weltweit von zahlreichen Forschungsstationen registriert worden. Die erste
Meldung der amerikanischen Behoerde fuer Meeres und Atmosphaerenforschung
in Hawai gab es schon 15 Minuten danach. Die Experten sagen jedoch,
mangels geeigneter Geraete im Indischen Ozean waere es unmoeglich gewesen,
die sich aufbauende Flutwelle zeitgerecht vorherzusagen. Fuer den Pazifik
gab es Tsunami-Entwarnung, zur Situation im Indischen Ozean wurden keine
Aussagen gemacht. Erst zu spaet wuerde die Gefahr erkannt, aber dann
fehlten die richtigen Telefonnummern und die Erdbebenforscher versuchten
verzweifelt ueber das State Department in Washington Regierungen an der
afrikanischen Ostkueste zu alarmieren. Ob wirklich alles getan wurde,
die
betroffenen Laender zu warnen, soll jetzt eine interne Untersuchung der
amerikanischen Meeresforschugnsbehoerde zeigen.
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