Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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US-Druck auf Teheran waechst, ZiB 1, 31.1.2007

Fast kein Tag vergeht, ohne dass vom irakischen Schlachtfeld neue amerikanische Anschuldigungen gegen den Iran zu hoeren sind.
Waffen die von den Aufstaendischen gegen amerikanische Truppen eingesetzt werden, sollen aus Teheran kommen, besonders Moerser und ferngelenkte Bomben.
TONY SNOW, PRESSESPRECHER WEISSES HAUS
Die Iraner seien in Taetigkeiten involviert, die zum Tod amerikanischer Soldaten gefuehrt haben.
Die bei Razzien im Irak gefundenen Beweise will das Pentagon allerdings erst in den naechsten Tagen vorlegen.
GEORGE BUSH, US PRAESIDENT
Wenn jemand unsere Soldaten angreift oder sie behindert im Irak, dann werden wir das unterbinden.
Bei den Demokraten im Kongress laeuten die Alarmglocken: um vom Debakel im Irak abzulenken, so lautet die Befuerchtung, koennte die Regierung Bush versucht sein den Konflikt mit dem Iran zu intensivieren.
Auch die Europaer spueren den verschaerften Druck
gegen Teheran. Die angesehene New York Times berichtet, auch Oesterreich werde wegen des hohen Handelsvolumens mit dem Iran kritisiert.
Ganz scheint es, als ob sich in der Iranpolitik neuerlich eine Kluft zwischen Europa und Amerika auftut. Waehrend die Europaer nur die von der UNO genehmigten Sanktionen gegen das iranische Atomprogramm befuerworten, geht es Washington um eine umfassende Isolation des Mullaregimes. Finanzgeschaefte und Handelsbeziehungen mit dem Iran, bei denen auch oesterreichische Firmen recht erfolgreich sind, sieht man in Washington daher nicht gerne.

 

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